Pünktlich zum 111. Geburtstag macht sich der obersteirische Edelbaustahlverarbeiter Stahl Judenburg in Form eines Großauftrags selbst das größte Geschenk: Bis 2026 werden am Standort hochpräzise Kurzbauteile für einen deutschen Automobilhersteller produziert. Das Auftragsvolumen beläuft sich insgesamt auf über 25 Millionen Euro.

JUDENBURG. In Feierlaune präsentierte sich die Stahl Judenburg gemeinsam mit Eigentümer Jürgen Grossmann und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer als unlängst das 111. Jubiläum des Standorts begangen wurde: „Die Stahl Judenburg ist für die gesamte Obersteiermark ein bedeutendes Unternehmen, das wertvolle Arbeitsplätze bietet und damit wesentlich zur wirtschaftlichen Belebung der Region beiträgt. Mit seiner beeindruckenden Geschichte und herausragenden Qualität ist dieses Unternehmen auch beispielhaft für die Steiermark als führende Innovationsregion Europas“, gratulierte Schützenhöfer gleich zu Beginn der Veranstaltung dem 450-Mann-Betrieb.

Feierten Jubiläum und Großauftrag: GMH-CEO Frank Koch, Eigentümer Jürgen R. Grossmann, Langzeit-Direktor Ewald Thaller, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Stahl Judenburg-CEO Thomas Krenn (v. l.)

Abgesicherte Auslastung

Während beim Jubiläum die Historie des zur deutschen GMH-Gruppe gehörenden Betriebs im Mittelpunkt stand, orientiert sich nun alles wieder an der Zukunft – und die heißt: deutsche Automobilindustrie. Denn bis 2026 liefert der obersteirische Edelbaustahl-Spezialist einem deutschen Premium-Hersteller etwa sieben Millionen Kurzstücke zu – das aus Judenburg angelieferte Halbfabrikat findet sich später als Zahnstange im Fahrzeug wieder.

In Hochzeiten sollen bis zu 1,7 Millionen Kurzstücke pro Jahr in der Obersteiermark produziert werden. Das Volumen beläuft sich auf insgesamt über 25 Millionen Euro, freut sich Stahl Judenburg-CEO Thomas Krenn: „Dieser Auftrag sorgt für Auslastung in unserem Unternehmen und sichert die Arbeitsplätze der Stahl Judenburg langfristig weiter ab.“ Zurückzuführen ist das Engagement der Judenburger in der deutschen Automobilindustrie auf ein aktuell laufendes Projekt, bei dem ein ähnliches Produkt bereits zugeliefert wird: „Als direkter Zulieferer des Automobilherstellers konnten wir mit Qualität und Hochpräzision punkten – das hat sich nun bezahlt gemacht“, erklärt Gerhard Diewald, Vertriebsleiter der Stahl Judenburg.

Hochpräzise Komponenten aus Judenburg

Der Auftrag sei auch deswegen von besonderer Bedeutung, da er die gesamte Wertschöpfungskette der Stahl Judenburg durchlaufe, betont Krenn: „Vom Walzen über die Wärmebehandlung bis hin zum Schälen, Schleifen und hochpräzisen Fertigung können unsere innovativen Mitarbeiter bei diesem Projekt unser gesamtes Know-how einbringen“, so der CEO, der die Komponentenfertigung als mittlerweile strategisch wichtigen Bereich der Stahl Judenburg hervorstreicht: „In zahlreichen Projekten liefern wir einbaufertige, hochpräzise Komponenten zu. Insgesamt bearbeiten die 70 Mitarbeiter von unserer Komponentenfertigung rund 300.000 Teile pro Jahr“, lässt Krenn wissen.

Alleinstellungsmerkmal in Europa

„Diese breite Portfolio – von der Walzstraße über die Erzeugung von hochqualitativen Blankstahl bis hin zur hochpräzisen Komponentenfertigung ist in Europa einzigartig. Wir haben hier unterschiedlichste Technologien unter einem Dach vereint. Das macht unser Alleinstellungsmerkmal am Markt aus“, ist sich Krenn sicher.

Von Walzstraße bis Komponentenfertigung: Europaweit einzigartig ist die breite Wertschöpfungskette der Stahl Judenburg
Load More In Unternehmen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

Corona stellt auch Personalbereitsteller vor neue, große Herausforderungen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist nicht einfach – derzeit allerdings vor allem für di…