Das zukünftige Eigenheim betreten, ehe die ersten Bagger aufgefahren sind: Mit einer innovativen Softwarelösung lässt das steirische Start-Up-Unternehmen „Robotic Eyes“ Baupläne als Hologramm in der Realität erscheinen! Erste Aufträge konnten bereits an Land gezogen werden, nun sollen durch den internationalen Markteintritt auch Häuslbauer & Co. von der App profitieren.

Das simulierte Haus in die grüne Wiese „pflanzen“: Das geht mit der kostenlosen App von Robotic Eyes

Vom Häuslbauer über den Hobby-Tischler bis zum Fertighaus-Produzenten – sie alle eint dieselbe Herausforderung: Erst wenn Gebäude, Küche & Co. finalisiert sind, kann man sich darunter auch etwas vorstellen. Für Veränderungen ist es dann meist aber zu spät – die Lösung für dieses Problem hat ein steirisches Jungunternehmen: „Robotic Eyes“ macht es mit einer innovativen App möglich, den Bauplan in der Realität zu visualisieren. „Unsere Darstellungsmöglichkeiten sind bahnbrechend. Noch nie zuvor war es möglich, auf derart hohem Level Architektur, die nur auf dem Papier existiert, im Raum in einer solchen Qualität darzustellen“, erzählt Wolfgang Walcher, Gründer des Unternehmens. So können etwa Kücheneinrichtungen in leere Räumen und finalisierte Fertigteilhäuser auf die grüne Wiese transferiert werden. „Gerade der Hausbau ist für viele Konsumenten ein einschneidendes, finanzielles Erlebnis – mit unserer App ist es nun möglich, das Ergebnis vorab anzuschauen“, so der ehemalige Microsoft-Manager Walcher über die seit heute für jedermann kostenlos herunterzuladende Software.

Großes Potenzial für Infrastruktur-Betreiber
Aber nicht nur Endkonsumenten profitieren von der steirischen Königsidee: Insbesondere für große Energieversorger bzw. Infrastruktur-Errichter hat die App großes Potenzial – so lässt sich etwa der Verlauf von Autobahnen oder einzelne Etappen von Großvorhaben wie Flughäfen-Ausbauten vorab simulieren. „Wir stehen diesbezüglich bereits mit vielen großen Unternehmen in Kontakt, die ersten Firmen setzen bereits auf unser Know-how“, lässt Walcher durchblicken.

Gruß aus der Zukunft: Die Software von Robotic Eyes-Gründer Wolfgang Walcher simuliert Baupläne realitätsgetrau auf „Virtual Reality“-Brillen (im Bild) und Smartphones

Weltraum-Know-how im Spiel
Die Entwicklungen von „Robotic Eyes“ gehen im Kern auf Weltraum-Know-how zurück: GPS zur Positionsbestimmung und ESA-Satellitendaten zur Identifikation von Höhenmodellen sind das Tor zu Walchers virtueller Realität. Seit knapp einem Jahr arbeitet das Unternehmen daher auch unter dem Dach des Gründungszentrums der Weltraumagentur ESA in Graz: „Ein für uns entscheidender Vorteil, da uns Weltraum-Spezialisten mit Know-how und einem großen Netzwerk zur Verfügung stehen“, erklärt „Robotic Eyes“-Geschäftsführer Walcher. „Robotic Eyes ist ein Paradebeispiel, wie wir Innovationen aus dem All in alltagsverbessernde Produkte verwandeln können“, ist der Geschäftsführer des Gründungszentrums, Martin Mössler, stolz auf das Unternehmen.

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