Von Südafrika über Brasilien bis nach Kanada: Das Know-how des obersteirischen Fertigungsspezialisten Heldeco ist weltweit gefragt – in Flugzeugen, Bohrinseln oder aber auch Wasserkraftwerken kommen hochpräzise Metall-Komponenten des obersteirischen Familienbetriebs zum Einsatz. Dank eines Folgeauftrags setzt Heldeco nun sogar einen der weltweit größten Muldenkipper in Gang!

Die Komponenten des Turnauer Traditionsbetriebs sind weltweit gefragt

Über 800 Tonnen Gesamtgewicht, mehr als 2.300 PS und rund zwei Meter Reifendurchmesser: Beim Transport von Schuttgütern wie Kies und Gestein zeigen Muldenkipper ihre volle Stärke. Durch die geländegängigen Schwerlast-Nutzfahrzeuge bleibt auf Steinbrüchen, Baustellen oder aber auch im Untertagebau – im wahrsten Sinne des Wortes – kein Stein auf dem anderen. Die Bedingungen, denen die gigantischen Arbeitsgeräte ausgesetzt werden, sind extrem fordernd, betont Helmut Dettenweitz. Der Geschäftsführer des obersteirischen Fertigungsspezialisten weiß wovon er spricht: Unlängst hat sein Unternehmen den Folgeauftrag für eine Kleinserie von Komponenten für einen der weltweit größten Muldenkipper an Land gezogen. Noch in diesem Jahr wird Heldeco die hochpräzisen Teile als Subzulieferer an einen renommierten Nutzfahrzeughersteller ausliefern. Da gerade im sensiblen Auto- und Nutzfahrzeug-Geschäft Geheimhaltung großgeschrieben wird, bleiben die Details aus. Soviel verrät Dettenweitz allerdings doch: „Die von uns entwickelten und in Turnau gefertigten Präzisionsbauteile werden für die Fortbewegung der Maschine mitverantwortlich sein.“

Komplexe Materialbearbeitung
Da die gigantischen Nutzfahrzeuge meist unter extremsten Bedingungen zum Einsatz kommen, liegt für Heldeco die Herausforderung insbesondere in der Materialbearbeitung: „Unsere Komponenten müssen auch höchsten Beanspruchungen standhalten – die Komplexität der Bearbeitung ist dementsprechend fordernd“, sagt Firmenchef Dettenweitz. „Die hohe Erfahrung, die wir in diesem Gebiet durch vergangene Projekte einbringen können, sowie unsere tiefe Fertigungskompetenz lassen uns solchen Anforderungen gerecht werden“, ist sich der Heldeco-Gründer sicher. Was ihn so sicher macht? Entwicklung und Fertigung von hochpräzisen Großkomponenten ist in Turnau kein Einzelfall: Vor einigen Jahren hat ein von Heldeco entwickelter Achsschenkel den damals größten Muldenkipper der Welt, mit einer Nutzlast von 400 Tonnen, getragen. Aber auch darüber hinaus ist Heldeco mit großen Dimensionen bestens vertraut: Denn in der Regel werden Komponenten bis zu einem Stückgewicht von 30 Tonnen bearbeitet – die Genauigkeit ist allerdings bis auf die letzte Hundertstel sichergestellt.

Hochpräzise Komponenten des Turnauer Fertigungsspezialisten Heldeco kommen in Wasserkraftwerken, Luftfahrt und Nutzfahrzeugindustrie zum Einsatz
Erfolgsteam: Heldeco-Chefs Sabine und Helmut Dettenweitz

Lehre als Erfolgsmodell
„Die erfolgreiche Umsetzung von solch prestigeträchtigen Aufträgen sind vor allem dank unserer innovativen und loyalen Mitarbeiter möglich“, ist Dettenweitz, der das Unternehmen gemeinsam mit Gattin Sabine Dettenweitz führt, auf das 55-köpfige Team stolz. Dafür wird schon bei den Jüngsten im Unternehmen angesetzt: „Die Lehrlingsausbildung ist ein für uns unternehmensstrategisch wichtiges Instrument. Denn zahlreiche unserer Führungspositionen sind mit ehemaligen Lehrlingen besetzt“, betont Sabine Dettenweitz. Als Anhaltspunkt: Aktuell beschäftigt das Unternehmen neun Lehrlinge, rund 60 Prozent aller Mitarbeiten wurden im eigenen Unternehmen ausgebildet.

Load More In Unternehmen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

AKKA und MODIS werden zu AKKODIS: High-tech-Arbeitsplätze mit viel Abwechslung

Umfassende Kompetenzen in Spitzentechnologien, die Unternehmen in mehreren Schlüsselindust…