700.000 Besucher, 10.000 Journalisten und fast 1.000 Auto-Modelle: Der 88. Genfer Automobilsalon ist der europäische Startschuss ins neue Autojahr. Mittendrin im Konzert der Fahrzeugbauer sind auch Steirer, die den Takt bei Fahrzeugbauern rund um VW, Volvo & Co. vorgeben – wie der Grazer Max Missoni, aus dessen Feder das „Auto des Jahres“ stammt.

Das Auto des Jahres: Der Volvo XC40 stammt aus der Feder des Steirers Max Missoni (Credit: Volvo)
Das Auto des Jahres: Der Volvo XC40 stammt aus der Feder des Steirers Max Missoni (Credit: Volvo)
Verantwortlich für das Design von Volvo: Der sympathische Grazer Max Missoni ist „Vice President" bei Volvo
Verantwortlich für das Design von Volvo: Der sympathische Grazer Max Missoni ist „Vice President“ bei Volvo

Das Gedränge vor dem Stand des schwedischen Automobilherstellers Volvo am Genfer Automobilsalon ist dieser Tage groß. Im Fokus des Scheinwerferlichts steht das „Auto des Jahres“, der Volvo XC40, der mit steirischer Note versehen ist: Denn mit Max Missoni ist ein erfolgreicher „Exportsteirer“ für die Außen-Optik der skandinavischen Autos verantwortlich. „Die größte Schwierigkeit ist es, ein Fahrzeug intelligent aussehen zu lassen“, erzählt der sympathische Grazer, der schon im Alter von 25 in der Branche von sich reden machte: Für VW hatte er 2013 auf der Autoshow IAA im Jahr ein Zweisitzer-Auto designed – und stieg so innerhalb kürzester Zeit zum Shootingstar der Branche auf. 2011 lieferte mit dem „Einliter-Auto“ sein Meisterstück für VW ab, ehe ihn sein einstiger VW-Chef zwei Jahre später nach Göteborg lotste. Dort sorgt er regelmäßig für wahre Design-Hammer – im wahrsten Sinne des Wortes: Kommen doch aus Missonis Feder die an die Wunderwaffe des nordischen Donnergotts Thor angelehnten LED-Außenleuchten, auf die auch das „Auto des Jahres“ setzt.

Urgestein des VW-Konzerns

 Know-how aus der Steiermark für das Automobil-Unternehmen in Barcelona: Seat-Manager Heinz Hollerweger und Easelink-Geschäftsführer Hermann Stockinger
Know-how aus der Steiermark für das Automobil-Unternehmen in Barcelona: Seat-Manager Heinz Hollerweger und Easelink-Geschäftsführer Hermann Stockinger

Selbst zur Wunderwaffe avanciert ein anderer Parade-Steirer im Konzert der Autobauer: Seit über 40 Jahren ist Heinz Hollerweger in Spitzenpositionen für den Volkswagen-Konzern tätig. Nach Stationen bei Audi, die in bis an die Spitze der für den Rennsport stehenden Quattro-Marke führten, ist der Südsteirer nun für den 700 PS starken Seat Cupra verantwortlich: „Mir machen die PS einfach Spaß – ich kann nicht damit aufhören“, lacht der 65-Jährige, der am Genfer Autosalon eine sportliche E-Variante des Cupras präsentiert.

 

Markt führ steirische Unternehmen
Know-how-Unterstützung könnte Hollerweger wiederum aus der Steiermark erfahren: Das Grazer Unternehmen Easelink könnte die für den Sportboliden notwendige E-Ladetechnologie entwickeln. „Das Unternehmen geht mir nicht mehr aus dem Kopf“, sagt Hollerweger – mit gutem Grund: Weltweit validieren Automobilbauer das automatisierte Ladesystem für E-Fahrzeuge, bei dem ein sich vom Autoboden absenkender Konnektor mit einem Pad verbindet. Berechtigte Hoffnungen auf ein Rennsport-Engagement dürfen sich indes auch die 3D-Druck-Pioniere von M&H aus Ilz machen, da im Autosport vor allem die Gewichtsreduktion entscheidend ist. „Wir suchen hier intensiv Gespräche mit Automobilbauern wie etwa Seat“, sagen die M&H-Geschäftsführer Patrick Herzig und Robert Mauerhofer.

Load More In Innovation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

Grazer Gastrounternehmen hilft: Grossauers kochen für Bedürftige

Das Grazer Gastrounternehmen Grossauer (mit insgesamt 16 Betrieben in Österreich bzw. Münc…