Versandhändler Amazon will damit die Paketzustellung revolutionieren, der Staat Kalifornien will damit das Aufkommen von Haien überwachen – und Hobbyfotografen nutzen sie für imposante Luftaufnahmen: Drohnen befinden sich weltweit im Steigflug! Profitieren will davon das steirische Jungunternehmen „Drone Rescue Systems“, das einen spektakulären Rettungsfallschirm für die Luftobjekte entwickelt hat. Startrampe für den Absprung der Erfolgsgeschichte ist die steirische Gründerschmiede „Science Park Graz“.

Im Anflug auf die Steiermark: Künftig könnte der Paketversand mittels Drohne abgewickelt werden.
Im Anflug auf die Steiermark: Künftig könnte der Paketversand mittels Drohne abgewickelt werden.
Markus Manninger (links) und Andreas Ploier (rechts) haben mit „Drone Rescue System" ein innovatives Rettungssystem für Drohnen entwickelt.
Markus Manninger (links) und Andreas Ploier (rechts) haben mit „Drone Rescue System“ ein innovatives Rettungssystem für Drohnen entwickelt.

Rund um den Globus sind einige Millionen der unbemannten Flugobjekte im Einsatz. Was sie vom Steirerland über das Headquarter von Amazon in Seattle bis zum sonnigen Strand in Malibu verbindet: Die technisch nicht ganz auszuschließenden Abstürze sind sündteuer und können mitunter sogar Menschenleben gefährden. Risiken, die durch ein steirisches Jungunternehmen – im wahrsten Sinne des Wortes – abgefedert werden: „Drone Rescue Systems“ hat ein Zubauteil für gängige Drohnen entwickelt, das dank komplexer Mathematik und Sensoren einen Absturz frühzeitig erkennt und einen Rettungsschirm ausschleudert. „Dadurch kommt die Drohne langsam und sicher zu Boden und die Wahrscheinlichkeit für Personen- und Materialschaden wird minimiert“, erklären die Gründer Andreas Ploier und Markus Manninger. Aktuell steht das Duo vor dem Durchbruch: „Das Interesse von Versicherungen, Drohnenherstellern und Endkonsumenten ist gewaltig“, betont das Duo unisono.

Höchststand an Unternehmen

Begleitet junge Unternehmen in den Markt: Science Park-Geschäftsführer Martin Mössler
Begleitet junge Unternehmen in den Markt: Science Park-Geschäftsführer Martin Mössler

Der steirische Drohnen-Fallschirm ist eine von vielen Erfolgsgeschichten, die in der Gründer-Schmiede „Science Park“ ihren Lauf genommen haben: 205 Gründungsteams haben das Entwicklungsprogramm des Unternehmens-Brutkastens der Grazer Universitäten – als Gesellschafter fungieren die Technische Universität Graz, die Universität Graz und die Medizinische Universität – seit der Gründung 2002 bereits durchlaufen – aus knapp 150 davon entstanden auch Betriebe. „Unsere Aufgabenstellung ist es, Geschäftsideen zu entwickeln, und den Junggründern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, den Gründern quasi die Lizenz für den Markteintritt zu verleihen“, erklärt Science Park-Geschäftsführer Martin Mössler. Aktuell befinden sich 32 Start-ups – so viele wie noch nie zuvor – im Ausbildungsprogramm, erklärt der Geschäftsführer. Unter seinem Dach bietet er darüber hinaus auch eine spezielle Kooperation mit der Weltraumagentur ESA an.

Platz für Entfaltung ist trotz des Höchststands in der Gründerschmiede dennoch vorhanden, hat doch etwa „Drone Rescue Systems“ – nach der Inkubationszeit von zwei Jahren – das Gründungsprogramm abgeschlossen und ist dementsprechend in eigene Entwicklungsräumlichkeiten übersiedelt. „Daher sind wir aktuell wieder auf der Suche nach kraftvollen Geschäftsideen“, so Mössler.

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