Mit der wachsenden Digitalisierung und Automatisierung werden MINT-Absolventen, also Studierende der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik,  in Österreich dringend benötigt.

Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI, erachtet die Schaffung von neuen MINT-Fachhochschulplätzen als dringend notwendig. (Credit: FEEI)
Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI, erachtet die Schaffung von neuen MINT-Fachhochschulplätzen als dringend notwendig. (Credit: FEEI)

„Die Schaffung von 450 neuen MINT Fachhochschulplätzen ist daher ein sehr wichtiger Schritt um dem Fachkräftemangel in Österreich entgegenzuwirken“, so Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie. „Es ist sehr zu begrüßen, dass der Bund bis 2022 in den Fachhochschulausbau 36 Mio Euro investiert.“, erklärt Roitner. Man erachte die Maßnahme von Wissenschaftsminister Faßmann als sehr wichtig, da vor allem technische Nachwuchskräfte Österreichs Erfolg in einer wissensbasierten Wirtschaft sichern und man jetzt reagieren müsse, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

MINT= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Die Elektro- und Elektronikindustrie freut sich, dass folglich mit dem aktuellen Wintersemester die Anzahl der MINT-Studienplätze an den Fachhochschulen um 450 zusätzliche Plätze erhöht wird. So wird der Forderung der Wirtschaft und Elektro- und Elektronikindustrie Rechnung getragen, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im MINT-Bereich zu erhöhen.

Höchststand an Beschäftigten

Noch nie war die Anzahl der in der Elektro- und Elektronikbranche tätigen Österreicher so hoch wie 2018. (Credit: FEEI)
Noch nie war die Anzahl der in der Elektro- und Elektronikbranche tätigen Österreicher so hoch wie 2018. (Credit: FEEI)

Die Elektro- und Elektronikindustrie ist eine Hochleistungsbranche Österreichs. Allein im Jahr 2017 ist die Beschäftigung in der Branche um 4,8 Prozent auf einen Höchststand von 65.072 Beschäftigten gestiegen. Der Trend hält auch in den ersten Monaten 2018 an, so hat der Stand der Beschäftigten inzwischen 66.127 erreicht. Doch die Branche ist angewiesen auf ausreichend technische Fachkräfte, um weiterhin als Garant für Erfolg in einer wissensbasierten Wirtschaft in Zeiten von Digitalisierung zu sorgen.

Größerer Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern

In Summe strömen jährlich rund 11.000 höher qualifizierte Techniker auf den Arbeitsmarkt. Davon landet etwa die Hälfte im Produktionssektor. „Das deckt den Bedarf an qualifizierten Beschäftigten unserer Branche bei weitem nicht“, erklärt Roitner. „Der FEEI hat daher immer einen Ausbau von technischen Ausbildungsplätzen an Hoch- und Fachhochschulen um mindestens 30 Prozent gefordert, damit Österreich in den Kerngebieten der Digitalisierung wie etwa der Halbleiterbranche, nicht noch weiter an wertvollem Boden verliert und den Anschluss an globale Wettbewerber verliert. Hier wurde ein erster, sehr wichtigen Schritt gesetzt, denn gerade unsere Branche ist vor allem auf Experten aus den Bereichen Informatik, Elektronik und Mechatronik angewiesen.“

 

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