Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt Initiative der Bundesregierung, erwartet sich aber konkrete Maßnahmen bei kommendem Arbeitsgespräch.

Nach dem unlängst anberaumten „Plastik-Gipfel“ fordert Greenpeace die Bundesregierung auf, rasch einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen auf den Tisch zu legen, um die Plastik-Krise einzudämmen. Dabei muss Mehrweg im Fokus stehen. Die Maßnahmen dazu sollen bei dem von der Regierung angekündigten Arbeitsgespräch mit den Experten diskutiert werden, so die Umweltschutzorganisation. Denn neue konkrete Vorschläge, wie das beschlossene Reduktionsziel bei Plastikverpackungen erreicht werden soll, wurden von der Bundesregierung bislang nicht präsentiert.

Konkrete Handlungsschritte sind gefragt, wenn es darum geht, den stetig wachsenden Plastikmüllberg in Österreich zu verkleinern.
Konkrete Handlungsschritte sind gefragt, wenn es darum geht, den stetig wachsenden Plastikmüllberg in Österreich zu verkleinern.

Einführung von Pfand und verbindlicher Mehrwegquote

„Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung, die Flut an Plastikverpackungen in Österreich einzudämmen. Diesmal hat die Bundesregierung jedoch noch keine konkreten Vorschläge gemacht, wie sie ein Viertel des Verpackungsmülls reduzieren will. Nun braucht es einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen und Zeitplänen. Wenn wir die Berge an Plastikverpackungen um ein Viertel reduzieren wollen, muss Mehrweg ausgebaut werden. Ein erstes wichtiges Zeichen wäre die Einführung eines Pfands für alle Getränkeverpackungen sowie eine verbindliche Mehrwegquote.“ Hier herrscht dringender Handlungsbedarf: Derzeit landen in Österreich jährlich 300.000 Tonnen Plastikverpackungen im Müll – das ist um zwei Drittel mehr als noch vor 20 Jahren.

Wiederverwendung und Vermeidung

Auch bei den Tragetaschen müssen Wiederverwendung und Vermeidung an erster Stelle stehen. Zusätzlich zum angekündigten Verbot der Plastiksackerl muss aus Sicht der Umweltschutzorganisation daher ein Mindestpreis für sämtliche Wegwerfsackerl eingeführt werden. Nur so kann verhindert werden, dass die bis heute jährlich in Österreich produzierten 750 Millionen Plastiksackerl eins zu eins durch Papier oder Bio-Plastik ersetzt werden – und dadurch das Müllproblem lediglich auf andere Materialien verlagert wird.

 

 

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