Frisch, saftig, steirisch: Rund 58 Jahre sind wir Steirer zeit unseres Lebens gesund. Auf Europa-Ebene liegt unser Bundesland damit unter dem Schnitt. Das versucht eine Initiative rund um den heimischen Humantechnologie-Cluster aktuell zu ändern: Als österreichweit einzige EU-Referenzregion werden in der Steiermark neue Dienstleistungen und Technologien für ein aktives und gesundes Altern entwickelt – von WLAN-fähigen Hörgeräten bis hin zu Einkaufsassistenten für die gesetzte Generation.

Hochtechnologie: In Hörgeräten steckt mittlerweile viel an Hightech-Entwicklungen (Credit: Neuroth)
Hochtechnologie: In Hörgeräten steckt mittlerweile viel an Hightech-Entwicklungen (Credit: Neuroth)

79,3 bzw. 84,1 Jahr – so alt werden die Steirer bzw. Steirerinnen im Schnitt. Den Großteil davon verbringen wir Gott sei Dank gesund, nämlich rund 58 Jahre. Im Vergleich zu anderen Regionen gibt es hierzulande allerdings Aufholbedarf: Die Schweden sind etwa – bei minimal höherer Lebenserwartung – rund 70 Jahre vital. Um den steirischen Schwung künftig – nach skandinavischem Beispiel – bis in ein noch höheres Alter zu erhalten, setzt unser Humantechnologie-Cluster (HTS) aktuell Akzente: Unter der Leitung des steirischen Parade-Netzwerks (mehr als 120 Partner bei rund 40.000 Beschäftigten) engagiert sich die Steiermark als eine von 74 EU-Referenzregionen für ein aktives Altern: „Um angesichts der demografischen Entwicklung in Europa und speziell in Österreich eine Vorreiterrolle einzunehmen, haben wir vorausschauend bereits vor zwei Jahren den Fokus auf die Entwicklung einer gesunden Lebensweise in zunehmendem Alter gelegt“, betont Waltraud Schinko-Neuroth, Cluster-Gründungsmitglied und Grand Dame des Hörspezialisten.

Grande Dame: Waltraud Schinko ist HTS-Cluster-Gründungsmitglied und ehemalige Vorstandschefin von Neuroth (Credit: Neuroth)
Grande Dame: Waltraud Schinko ist HTS-Cluster-Gründungsmitglied und ehemalige Vorstandschefin von Neuroth (Credit: Neuroth)

Steirische Hörgeräte als Simultanübersetzer
Mit nachhaltigem Erfolg: Denn innerhalb der steirischen Referenzpartner wird mit Hochdruck an neuen Technologien zugunsten der Gesundheit im hohen Alter gefeilt. „Schon jetzt bieten wir unseren Kunden Hörgeräte an, die man zum Beispiel via Bluetooth oder WLAN mit dem Smartphone, dem Fernseher oder sogar Haushaltsgeräten koppeln kann“, betont Schinko-Neuroth. Darüber hinaus beschäftig man sich im Otoplastiklabor in Schwarzau in der Südoststeiermark laufend mit neuesten technologischen Fortschritten in punkto 3D-Drucktechnik oder Materialkomponenten, so die Expertin, für die „künftig auch ein Hörgerät als Simultanübersetzer, bei dem man die Sprache direkt ins Ohr gestreamt bekommt“ möglich ist.

Setzt sich als Mitglied der Referenzregion für aktives und gesundes Altern ein: SPAR Steiermark-Geschäftsführer Christoph Holzer (Credit: DJakob)
Setzt sich als Mitglied der Referenzregion für aktives und gesundes Altern ein: SPAR Steiermark-Geschäftsführer Christoph Holzer (Credit: DJakob)

Einkaufassistenten für ältere Generation
Mit dem Thema „gesund ins hohe Alter“ setzt sich auch das österreichische Familienunternehmen SPAR als Partner der Referenzregion auseinander: „Wir sind insbesondere für ältere Menschen eine sehr wichtige Kontaktplattform. Daher spielt der demografische Wandel eine entscheidende Rolle für uns“, erklärt SPAR Steiermark-Geschäftsführer Christoph Holzer. Konkret bietet SPAR in ausgewählten Filialen bereits jetzt älteren Menschen eine Einkaufsassistenz an: Im Markt in der Grazer Kalvarienbergstraße kann diese etwa via Knopfdruck geordert werden.

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