Rund zwei Millionen Quadratmeter Parkett verlassen jährlich das südoststeirische Werk von Scheucher Parkett. Mit der größten Photovoltaikanlage Österreichs und Investitionen im Umfang von 20 Millionen Euro will das steirische Traditionsunternehmen für noch mehr Qualität sorgen – und dabei nachhaltiges Denken am Produktionsstandort Österreich nicht aus den Augen verlieren.

Im südoststeirischen Mettersdorf am Saßbach werden bei Traditionsbetrieb Scheucher Parkett jährlich rund zwei Millionen Quadratmeter Parkett produziert. Doch nicht nur hierzulande setzt man auf steirische Böden: Kunden aus mehr als 45 Ländern weltweit vertrauen mittlerweile auf die Premium-Parkettböden aus dem Mettersdorfer Ortsteil Zehensdorf – insgesamt beläuft sich die Exportquote des Betriebs auf über 70 Prozent. Der Großteil davon geht nach Deutschland, Österreich und die Schweiz – doch auch die Exporte nach China nehmen stetig zu. Auf diesem Weltmarkt zu bestehen, auf diesem Weltmarkt zu reüssieren – das ist der Antrieb von Geschäftsführer Karl Scheucher: „Hier dauerhaft mithalten zu können, stets den Tick innovativer und qualitativer zu sein, darauf lege ich mein Hauptaugenmerk“, erklärt der Geschäftsführer.

Steht für innovatives Denken und traditionelles Handwerk: Geschäftsführer Karl Scheucher von Scheucher Parkett (Credit: Scheucher Parkett)
Steht für innovatives Denken und traditionelles Handwerk: Geschäftsführer Karl Scheucher von Scheucher Parkett (Credit: Scheucher Parkett)

50.000 Kubikmeter Rohmaterial

Seit mittlerweile 33 Jahren führt er den Betrieb in zweiter Generation. Damals – mit zarten 26 Jahren – hatte er das Familienunternehmen übernommen und innerhalb kürzester Zeit neue Strukturen implementiert: Zügig erkor er die Weiterverarbeitung von Holz zur neuen Schlüsselkompetenz und stampfte bereits ab 1995 ein neues Parkettwerk aus dem Mettersdorfer Boden: „Zu dieser Zeit haben wir in etwa 80 Millionen Schilling Umsatz gemacht – und mehr als 100 Millionen Schilling investiert“, erinnert sich Scheucher zurück. Mit dem neuen Parkettwerk – und der Schließung des Sägewerks – legte der Unternehmer nicht nur einen bemerkenswerten Geschäftswandel hin, sondern avancierte zu einem der Vorzeigebetriebe der Region: Denn rund 50.000 Kubikmeter Rohmaterial werden jährlich in Mettersdorf verarbeitet – umgerechnet satte 1.250 Lkw-Ladungen Holz. Der Großteil wird aus Osteuropa angeliefert, ehe er bei Scheucher geleimt, geschliffen, profiliert, geölt, lackiert, verpackt – und zum Händler abtransportiert wird.

Innovatives Denken

Traditionelles Handwerk trifft bei Scheucher auf Innovation: Drei neue Hallen mit modernster Ausstattung und innovativen Anlagen wurden bereits auf einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern hochgezogen. „Als Hochlohnland müssen wir stärker in Innovationen denken. Jene Dinge vorantreiben, wo es global noch keine Lösung gibt. Um auch künftig ganz vorne dabei zu sein, braucht es diesen Schritt in Richtung Werk 4.0. Damit wollen wir insbesondere die eigentliche Arbeitstätigkeit noch stärker automatisieren und digitalisieren, sowie den Mitarbeiter dadurch zum Spezialisten für Qualität und Innovation machen. Mit dieser Investition wollen wir Tendenzen und Entwicklungen vorweg erkennen“, betont der Geschäftsführer. Schon jetzt fließt ein Prozent des Jahresumsatzes von zuletzt 60 Millionen Euro in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens, wo zuletzt zahlreiche Innovationen wie eine  Eigenentwicklung zur Bestimmung des Ammoniakgehalts im Holz hervorgingen. Auch ein Patent für ein modernes Klick-System für den Parkett wurde von Scheucher weiterentwickelt.

Der Großteil von Scheucher Premium-Parkettböden geht nach Österreich, in die Schweiz und nach Deutschland. (Credit: Scheucher Parkett)
Der Großteil von Scheucher Premium-Parkettböden geht nach Österreich, in die Schweiz und nach Deutschland. (Credit: Scheucher Parkett)

Verantwortung zur Nachhaltigkeit

Österreichs größte Photovoltaikanlage findet sich bei Scheucher Parkett: Solarpaneele auf den Dächern des Betriebs mit einem Ausmaß von rund drei Hektar (!) sorgen für Leistungen von 17 Kilowatt Peak: „Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Produkts, aber auch unseres Tuns und Handelns.“, bekräftigt Scheucher, der künftig auch auf eine noch stärkere E-Mobilität hofft: Denn dadurch könne man den Außendienst künftig „vollelektrisch auf den Markt schicken. Diesen Schritt erwarten wir bereits sehnsüchtig“, so der Geschäftsführer.

 

 

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