Das beste Ergebnis in der knapp 200-jährigen Geschichte: Nach den außergewöhnlich guten Geschäftsjahren 2016 und 2017 konnte die Steiermärkische Sparkasse 2018 einen weit über dem Plan liegenden Gewinn erzielen – sowohl bei sämtlichen Geschäftsfelder im Inland als auch in den Tochterbanken am Westbalkan.

„Die hervorragenden Ergebnisse der letzten Jahre und die gute Eigenkapitalausstattung bilden die Grundlage für weitere Expansionen. Durch die Erweiterung unseres Engagements in Nordmazedonien mit dem Kaufvertragsabschluss über den Erwerb von mindestens 74,53 % an der Ohridska Banka Societe Generale (OBSG) in Skopje, wurden bereits erste Schritte in Richtung weiterer Ausbau der Marktposition am Westbalkan gesetzt“, betont Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.

Gewinn nach Steuern 178 Millionen Euro 
Der Konzernjahresüberschuss 2018 lag bei 178 Millionen Euro. Erfreuliche Wachstumsraten im Kundengeschäft und die sehr gute Risikosituation im gesamten Konzern trugen erheblich zu diesem Ergebnis bei. Alle Bankbeteiligungen am Westbalkan haben ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die Bilanzsumme des Konzerns ist auf 16 Milliarden Euro gestiegen. Die Steiermärkische Sparkasse als Konzernmutter stellt mit einer Bilanzsumme von 13,7 Milliarden Euro, wie in den Vorjahren, den überwiegenden Anteil an der Konzernbilanzsumme dar. Die positive Ergebnisentwicklung des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns mit einem Betriebsergebnis von 213 Millionen Euro basiert auf dem auch im Jahr 2018 fortgesetzten Wachstum im Kundengeschäft und auf stabilen Kosten. Die Kernkapitalquote im Konzern konnte 2018 weiter auf 18,0 % gesteigert werden, die Eigenmittelquote betrug 20,2 %. Damit liegt die Steiermärkische Sparkasse auch im internationalen Vergleich auf sehr hohem Niveau. Das Konzerneigenkapital betrug 1,6 Milliarden Euro mit Ende 2018 und konnte gegenüber 2017 weiter gesteigert werden.

Höchst zufrieden mit den Ergebnissen des Jahres 2018: (v.l.:) Franz Kerber, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender, Sava Dalbokov, Vorstandsmitglied, Georg Bucher, Vorstandsmitglied (Credit: Steiermärkische Sparkasse)
Höchst zufrieden mit den Ergebnissen des Jahres 2018: (v.l.:) Franz Kerber, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender, Sava Dalbokov, Vorstandsmitglied, Georg Bucher, Vorstandsmitglied (Credit: Steiermärkische Sparkasse)

Ausgezeichneter Neukundenzuwachs
Im Jahr 2018 betreute der Steiermärkische Sparkasse-Konzern 711.611 Kunden im In- und Ausland als verlässlicher und stabiler Partner. Mehr als 45.000 Neukunden konnten 2018 gewonnen werden. Die Steiermärkische Sparkasse-Gruppe (inkl. Kroatien, Serbien, Slowenien und Montenegro) betreute mit Jahresende 2018 rund 2,7 Millionen Kunden.

Über 6 Milliarden Euro Kommerzfinanzierungen – Wachstum 7 % 
Im Kommerzgeschäft kann die Steiermärkische Sparkasse auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2018 blicken – der Konjunkturaufschwung ist angekommen. Mit 1,1 Milliarden Euro Investitionsfinanzierungen konnte der Bestand an Kommerzfinanzierungen erstmals die 6-Milliarden-Eurogrenze überschreiten. Das bedeutet für 2018 ein Wachstum von 7 %. Dabei waren Investitionsfinanzierungen für KMU in der Höhe von 476 Millionen Euro ein wesentlicher Wachstumstreiber. Das Neuvolumen an Investitionsfinanzierungen für KMU der Jahre 2017 und 2018 lag um ca. 30 % über dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2016 und zeigt deutlich, dass sich der Rückstau der letzten Jahre bei den Investitionen aufgelöst hat. In der Beratung wurde ein besonderer Stellenwert auf die Außenhandelsberatung unserer Firmenkunden gelegt und die Anzahl an geförderten Exportfinanzierungen um 25 % gesteigert. In diesem Zusammenhang wurden für exportierende Unternehmen Förderansuchen von 76 Millionen Euro beantragt.
Im Immobiliengeschäft konnte die Steiermärkische Sparkasse ihre Kompetenz weiter ausbauen und mit einem Finanzierungsvolumen von 575 Millionen Euro die weiterhin ungebrochene Nachfrage nach Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodellen, Mietzinshäusern und Gewerbeobjekten bedienen. Die Steiermärkische Sparkasse betreut rund 24.500 Firmenkunden, das heißt, jedes zweite KMU steht in einer aktiven Geschäftsbeziehung zur Steiermärkischen Sparkasse. Im Jahr 2018 konnten 1.575 Neukunden gewonnen werden, davon sind 40 % Gründer bzw. Start-Ups.

Steigerung im Privatkundengeschäft 
Die Steiermärkische Sparkasse konnte bei privaten Finanzierungen ein Neufinanzierungsvolumen von 550 Millionen Euro und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Millionen Euro verzeichnen. Das gesamte Privatausleihungsvolumen der AG betrug 3,5 Milliarden Euro, rund 80 % fielen auf Wohnbaufinanzierungen.
Die Spareinlagen im Konzern entwickelten sich im Jahr 2018 sehr positiv und stiegen um 300 Millionen Euro auf rund 6,5 Milliarden Euro: Trotz niedriger Zinsen sind sie sehr beliebt und stehen für hohe Sicherheit und rasche Verfügbarkeit.
Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr 26.000 neue Bausparverträge abgeschlossen – die Kunden verfügen über Bauspareinlagen von fast 600 Millionen Euro. Mit über 13.000 neuen Versicherungsverträgen und einem Produktionswert von rund 315 Millionen Euro konnten die Themen wie Vorsorge, Unfall und Risiko gut umgesetzt werden. Die Kundenbedürfnisse lagen wie in den letzten Jahren stark auf Pensionsvorsorge und der Unfallversicherung: Allein in diesen beiden Bereichen wurden durch unsere hohe Beratungsqualität 12.000 Kundenbedürfnisse erfüllt.
Trotz starker Kursbewegungen an den Finanz- und Kapitalmärkten hat sich das Wertpapiergeschäft 2018 sehr gut behauptet. Sowohl das Provisionsergebnis mit rund 27 Millionen Euro als auch das Kunden Wertpapier-Depotvolumen konnten auf hohem Stand gehalten werden.
Mit über 13.000 s Kreditkarten-Verkäufen konnte das sehr gute Ergebnis des Vorjahres gehalten werden. Jede dritte Zahlung wird bereits mit der Kontaktlosfunktion durchgeführt.

Weiterhin solide Risikosituation im Konzern 
Auch im Geschäftsjahr 2018 konnten Risikokosten in der Höhe von rund 9 Millionen Euro aufgelöst werden, womit die Steiermärkische Sparkasse im Vergleich zu ihren Mitbewerbern sehr gut liegt. Die NPE-Quote (Non Performing Exposure: prozentueller Anteil des notleidenden Exposure am gesamten Kreditexposure) konnte auf nunmehr 2,2 % des Portfolios gesenkt werden. Die Risikovorsorgen und die vorhandenen Sicherheiten decken über 112 % des Volumens der ausgefallenen Kredite. Diese Ergebnisse unterstreichen abermals die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems im Steiermärkische Sparkasse-Konzern.
Die Risikotragfähigkeit des Konzerns war wie im Vorjahr auch im Jahr 2018 in mehr als ausreichendem Maße gegeben.

Südosteuropa: Auslandsergebnis mit 39,2 % Ergebnisbeitrag 
Die Auslandsbeteiligungen der Steiermärkische Sparkasse haben im vergangenen Geschäftsjahr ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen können und trugen mit 39,2 % Ergebnisbeitrag zum Konzernüberschuss bei. In allen SEELändern betrug das Kreditwachstum insgesamt rund 11,2 %. Mit dem Einlagenwachstum von rund 12,4 % konnte das Kreditwachstum finanziert und Bankenrefinanzierungen seitens des Mutterkonzerns abgebaut werden. Die Gewinne der Auslandstöchter im erweiterten Heimmarkt waren aufgrund der positiven Entwicklung beim Risiko größtenteils über Plan.
Die Erste & Steiermärkische Bank in Kroatien erzielte vor allem aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Risikovorsorgen ein äußerst zufriedenstellendes Teilkonzernergebnis von 135,8 Millionen Euro, das beste Ergebnis in der bisherigen Geschichte der Bank. Einen Gewinn nach Steuern von 9,9 Millionen Euro erwirtschaftete die Sparkasse Bank Bosnien und Herzegowina. Die Erste Bank in Serbien konnte einen Jahresüberschuss von knapp 25,1 Millionen Euro erwirtschaften, was neuerlich einem historischen Höchstwert entspricht. Das Kreditwachstum betrug beachtliche 33,5 % und die Kundendepositen verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 21,3 %. Die Erste Bank in Montenegro erzielte mit 9,2 Millionen Euro das beste Ergebnis in der Geschichte der Bank trotz der immer stärkeren Konkurrenz. Die Sparkasse Bank in Nordmazedonien konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kundenkredite um erfreuliche 21,1 % im Vergleich zum Vorjahr steigern, während die Kundeneinlagen um 19,9 % stiegen. In Nordmazedonien wird mit dem Kaufvertragsabschluss über den Erwerb an der Ohridska Banka Societe Generale (OBSG) in Skopje das Engagement der Steiermärkischen Sparkasse weiter ausgebaut, vorbehaltlich der Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden. Mit der Akquisition der OBSG wird die Steiermärkische Sparkasse über Gesamtaktiva von rund 1 Milliarde Euro in Nordmazedonien verfügen und somit die viertgrößte Bankengruppe des Landes mit einem Marktanteil von rund 12 bis 14 %, je nach Segment, darstellen.
Die Banka Sparkasse in Slowenien erwirtschaftete wie im Jahr mit 8,5 Millionen Euro wieder ein sehr gutes Ergebnis. Während die Kundenkredite mit 0,7 % leicht gestiegen sind, konnten bei den Kundeneinlagen ein Plus von 9,2 % erzielt werden. Die s Leasing-Gruppe in Südosteuropa finanziert Mobilien und KFZ und gestioniert derzeit ein Gesamtobligo von rund 584 Millionen Euro. Der erwirtschaftete Gewinn nach Steuern betrug 10,3 Millionen Euro. Die Ergebnisse der strategischen Beteiligungen im erweiterten Heimmarkt bestätigen die stabile und langfristig orientierte Geschäftsstrategie der Steiermärkischen Sparkasse.

Mitarbeiter und Standorte
Per Jahresende 2018 arbeiteten 2.785 Mitarbeiter im Steiermärkische Sparkasse-Konzern an 231 Standorten in der Steiermark und in Südosteuropa. In der Steiermärkische Sparkasse-Gruppe (inkl. Kroatien, Serbien, Slowenien und Montenegro) betrug die Mitarbeiteranzahl 8.291 an 490 Standorten.

Österreichisches Marktumfeld 2018 und Ausblick 2019
Die inländische Wirtschaft wuchs im Jahr 2018 nach der guten Entwicklung im Vorjahr abermals kräftig. Das österreichische BIP legte im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % zu. Von der kräftigen Konjunktur profitierte auch der heimische Arbeitsmarkt. Die österreichische Arbeitslosenrate ging von 5,5 % im Jahresdurchschnitt 2017 auf 4,9 % zurück und blieb deutlich unter dem Vergleichswert der Europäischen Union mit 7,3 %.
Die EZB senkte die Leitzinsen zuletzt im ersten Quartal 2016 auf 0 % und beließ sie seither auf diesem Niveau. Damit setzte sich die lockere Leitzinspolitik auch 2018 fort, obwohl in Österreich die Inflation mit 2,2 % gegenüber 2,0 % im Vorjahr bereits ein hohes Niveau erreicht hat. Laut aktuellen Prognosen der beiden österreichischen Forschungsinstitute WIFO und IHS sollte die österreichische Konjunktur im Jahr 2019 ausgehend vom hohen Niveau 2018 auf einen BIP-Anstieg von 1,7 % bis 2,0 % abkühlen.

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