Tausende Leitschienen werden in Folge von Unfällen jährlich auf Kärntens Straßen erneuert. Der Austausch von beschädigten Komponenten gleicht einem Wettlauf gegen die Zeit – vor allem am verkehrstechnisch heiklen Osterwochenende: Mit einer neuen Technologie-Lösung des heimischen Start-ups Arevia sollen Kärntens Straßen nun noch sicherer gemacht werden.

Sorgen für Verkehrssicherheit: Arevia-Geschäftsführer Thomas Esletzbichler und der zuständige Kärntner Landesrat Martin Gruber (Credit: Arevia)
Sorgen für Verkehrssicherheit: Arevia-Geschäftsführer Thomas Esletzbichler und der zuständige Kärntner Landesrat Martin Gruber (Credit: Arevia)
Härteprobe für die Arevia-Software am Osterwochenende: Landesrat Martin Gruber und Arevia-Geschäftsführer Thomas Esletzbichler sind ob der Innovation optimistisch (Credit: Arevia)
Härteprobe für die Arevia-Software am Osterwochenende: Landesrat Martin Gruber und Arevia-Geschäftsführer Thomas Esletzbichler sind ob der Innovation optimistisch (Credit: Arevia)

Am nahende Osterwochenende glüht hierzulande der Asphalt, denn traditionell geschehen rund um den Ostersonntag die meisten Verkehrsunfälle des Jahres. Im Schadensfall beginnt nicht nur für die Verunfallten eine Ausnahme-Situation: Denn selbst wenn sich die betroffenen Personen in Sicherheit wähnen, der Verkehrsfluss langsam wieder Fahrt aufnimmt, hat der Wettlauf gegen die Zeit gerade erst begonnen – zumindest für Arevia: Das Unternehmen beseitigt Straßenschäden in Folge von Verkehrsunfällen. Heißt konkret: Beschädigte Leitplanken, Lärmschutzwände, Aufpralldämpfer & Co. werden innerhalb kürzester Zeit von speziellen Montageteams repariert bzw. ausgetauscht. „Beschädigte Straßeninfrastruktur ist ein extremes Sicherheitsrisiko im Falle von Unfällen. Um die maximale Verkehrssicherheit bieten zu können, versuchen wir die Infrastruktur daher schnellstmöglich wiederherzustellen. Dabei geht es oft um jede Minute“, betont Arevia-CEO Thomas Esletzbichler. Als Anhaltspunkt: Während es vor zehn Jahren noch bis zu zwei Wochen dauerte, um Unfallschäden zu beseitigen, werden die Reparaturen heute oft innerhalb von 24 Stunden durchgeführt – speziell, wenn „Gefahr in Verzug“ ist. „Und gerade das kann am Osterwochenende sehr häufig passieren“, betont Esletzbichler.

Schadensbeseitung: Nach Unfällen geht es für Arevia um jede Stunde. (Credit: Arevia)
Schadensbeseitung: Nach Unfällen geht es für Arevia um jede Stunde. (Credit: Arevia)

 Drastische Senkung der Reaktionszeit

Was wie ein traditionelles Dienstleistungsgeschäft anmutet, basiert auf einer Hightech-Lösung: „Der gesamte Prozess – von der Schadensmeldung über die Abwicklung mit der Versicherung bis zum Austausch der Komponenten – wird digital gesteuert“, erklärt Esletzbichler. Auf den Kärntner Straßen, für die unter anderem Arevia verantwortlich zeichnet, kommt die Softwarelösung seit wenigen Wochen erstmals zum Einsatz: „Es ist die österreichweite Premieren-Anwendung der hochqualitativen IT-Lösung in diesem Umfeld. Damit können wir die best- und schnellstmögliche Reparatur der Verkehrsinfrastruktur im Falle von Unfallschäden auf unseren Straßen sicherstellen und im Bedarfsfall schneller eingreifen“, sagt der Geschäftsführer. Konkret reduziert die Arevia-Software die Reaktionszeit um bis zu 50 Prozent: Schon durch die digitale Schadensmeldung, die auf der Arevia-Plattform stattfindet, wird kostbare Zeit eingespart. „Bislang waren auch zeitaufwendige E-Mails und sogar Fax-Kommunikation üblich. Auch die oft analoge und dadurch komplexe Abstimmung mit Versicherungen, die im Schadensfalle eine große Rolle spielen, wird durch unsere Software viel effektiver“, betont Esletzbichler. Die daraus entstehende digitale Dokumentation soll schon bald Fundament für weitere Analysen sein.

„Serviceleistungen ausbauen“

Dass das Premieren-Projekt in Kärnten stattfindet, ist allerdings kein Zufall: Erst Anfang des Jahres hat Arevia ein fünfköpfiges hochqualifiziertes Team aus St. Veit an der Glan übernommen. Damit hat der erst 26-Jährige, der seit sieben Jahren im Geschäft ist, nicht nur Arbeitsplätze in Kärnten gesichert, sondern nebenbei die Arevia-Beschäftigtenzahl auch auf 20 angehoben: „Mit diesem Standort wollen wir unsere Serviceleistungen im Süden von Österreich noch zusätzlich verbessern“, so Esletzbichler.

 

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