Rund 300.000 Tonnen hat die Mollner Bau- und Rohstoffgruppe Bernegger allein im abgelaufenen Jahr mit Hilfe der ÖBB von der Straße auf die Schiene verlagert. In gemeinsamen Logistik-Optimierungen mit den Bundesbahnen will Bernegger nun weitere Millionen zu Gunsten des Klimaschutzes investieren. Schon jetzt sind 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr CO2-Ersparnis der Bahn zu verdanken.

Es sind 20.000 Lkw-Ladungen jährlich, die anstelle des ohnehin hochfrequentierten Großraum Linz nun via Bahn abtransportiert werden: Das sind insgesamt mehr als zehn Prozent des Gesamtvolumens, dass das 800-köpfige Unternehmen von der Straße auf die Schiene verlagert hat. „Mit dieser Maßnahme wollen wir unsere Bau- und Rohstoffgruppe noch zukunftsorientierter und nachhaltiger aufstellen. Der Umstieg von der Straße auf die Schiene bringt darüber hinaus eine wesentlicher höhere Planbarkeit, was An- und Abtransport angeht“, bestätigt der geschäftsführende Gesellschafter Kurt Bernegger. Konkret spielt er damit auf den von Staus geprägten Verkehrszentralraum Linz an, der durch den Bahntransport zur Nebensache wird. Darüber hinaus habe man sich „unabhängig von steigenden Treibstoffkosten gemacht“, betont Bernegger.

ÖBB Holding-CEO Andreas Matthä mit Bernegger-Geschäftsführer Kurt Bernegger (Credit: Foto Fischer)
ÖBB Holding-CEO Andreas Matthä (l.) mit Bernegger-Geschäftsführer Kurt Bernegger (Credit: Foto Fischer)

 ÖBB treiben CO2-Reduktion voran

Möglich macht das Vorhaben ein Zusammenspiel mit den ÖBB: „Eine Tonne Fracht, mit der Eisenbahn transportiert, verursacht einen fünfzehn Mal geringeren CO2-Ausstoß als beim Transport per Lkw“, erklärt ÖBB Holding-CEO Andreas Matthä. 95 Prozent der Energie komme von erneuerbaren Energien. „Die Bahn bringt einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion“, hebt Matthä hervor. Jährlich 3,5 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis habe man der Bahn zu verdanken.

Bernegger investiert Millionen in Bahn

Aus wirtschaftlicher Sicht rechnet der Bau- und Rohstoff-Unternehmer Bernegger mit einer langfristigen Nutzenstiftung: Immerhin wurden rund zehn Millionen Euro am Knotenpunkt Spittal an der Phyrn von Bernegger zur Errichtung eines Bahnhofs investiert. Die operativen Kosten seien allerdings – ohne Einbeziehung der Investition – vergleichbar. „Wir sehen hier noch gewaltiges Potenzial, was den Umstieg auf die Bahn angeht und würden uns wünschen, dass mehr Unternehmen unserem Beispiel folgen“, betont der Geschäftsführer. Auch für ihn persönlich ist der Zenit noch nicht erreicht: Aktuell nimmt Bernegger rund 1,5 Millionen am Hafen Enns in die Hand, um einen direkten Zuganschluss herzustellen. Auch in Linz investiert der Betrieb: Mit mehr als drei Millionen Euro soll ein Grundstück – in der Nähe der voestalpine – gänzlich via Bahn erschlossen werden. „Künftig sollen Verladungen auf den Lkw, die aktuell in der Wiener Straße stattfinden, hier via Bahn zum Ziel befördert werden“, erklärt Bernegger.

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