Der Lebensmittelsicherheitstag des TÜV AUSTRIA und der Lebensmittelversuchsanstalt beleuchtete kürzlich alle relevanten Bereiche entlang der Produktionskette – vom Verarbeitungsprozess bis zur Verpackung.

Gesundheitsschutz und Schutz vor Täuschung bilden die beiden Säulen im Bereich des Lebensmittelrechts. Der moderne Konsument fordert Produkte, die alles können – frisch, sauber, nachhaltig und lange haltbar sollen sie sein. Die Lebensmittelbranche ist daher in vielerlei Hinsicht gefordert: Die Auswahl geeigneter Rohstoffe und optimaler Fertigungsverfahren sowie Verpackungsmaterialien sind Schlüsselthemen, mit denen sich Produzenten, Lieferanten und der Handel auseinandersetzen müssen.
Welche Werkzeuge stehen in der Lebensmittelproduktion zur Verfügung? Die Risikoanalyse ist eine von vielen Methoden, die hilft, unter anderem Gesundheitsrisiken zu minimieren. Hierbei wird ermittelt, welche allergieauslösenden Rohstoffe verarbeitet werden und wo im Verarbeitungsprozess Verunreinigungen durch Keime (Kontamination) entstehen können. Eine längere Haltbarkeit von Produkten kann z.B. durch den Einsatz von speziellen Hochdruckverfahren erzielt werden. Will man Lebensmittel nachhaltig verpacken, kann die Verwendung von Bioplastik eine sinnvolle Alternative sein.

Am Lebensmittelsicherheitstag des TÜV AUSTRIA und der Lebensmittelversuchsanstalt: (v.l.) Sabine Redlich, Jan Henjes, Elena Zand, Lisa Schweinberger, Henry Jäger, Verena Weinberger, Julian Drausinger, Johanna Froisner, Rob Bekkers, Andreas Müller.
Am Lebensmittelsicherheitstag des TÜV AUSTRIA und der Lebensmittelversuchsanstalt: (v.l.) Sabine Redlich, Jan Henjes, Elena Zand, Lisa Schweinberger, Henry Jäger, Verena Weinberger, Julian Drausinger, Johanna Froisner, Rob Bekkers, Andreas Müller (Credit: TÜV Austria/Andreas Amsüss)

Getäuscht: Schutz vor Betrug

Unter Lebensmittelbetrug versteht man das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit dem Ziel der vorsätzlichen Täuschung, um höhere Gewinne zu erzielen. Dazu zählt Ware, die fälschlicherweise als „bio“ gekennzeichnet wurde ebenso, wie ungeröteter Thunfisch. Schutz vor „Food Fraud“ bieten zahlreiche Programme der Europäischen Union, aber auch Gegenmaßnahmen der Lebensmittelhersteller selbst. So hilft eine genaue Überprüfung der Herkunft der eingesetzten Rohstoffe und der bereits vorliegenden Betrugsvorfälle, das Betrugsrisiko zu reduzieren.

Die Tagung, die von der TÜV AUSTRIA Akademie in Kooperation mit der Lebensmittelversuchsanstalt organisiert wurde, hat gezeigt, dass entlang der Produktionskette eine Vielzahl von Risiken, wie z.B. Kontaminationen, unerwünschte Allergenpräsenz, und Produktbetrug, auftreten können. Es gibt jedoch eine Reihe an Präventionsmaßnahmen, die Lebensmittelhersteller setzen, um die Sicherheit in der Lebensmittelkette und das Vertrauen der Konsumenten in die Produktion zu gewährleisten.

Credit Beistragsbild: Shutterstock, Africa Studio

 

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