Der Segelfrachter AVONTUUR bringt biofairen EZA-Kaffee aus Mexiko nach Europa. Gemeinsam mit anderen setzt EZA Fairer Handel ein Zeichen für zukunftsfähigen Seetransport und Klimaschutz.

Mit dem ersten per Segelschiff transportierten Kaffee unterstreicht die EZA Fairer Handel die Bedeutung umweltfreundlicher Ansätze im Seetransport.(Credit: EZA Fairer Handel)
Mit dem ersten per Segelschiff transportierten Kaffee unterstreicht die EZA Fairer Handel die Bedeutung umweltfreundlicher Ansätze im Seetransport. (Credit: EZA Fairer Handel)

15.500 Seemeilen hat die AVONTUUR, der einzige deutsche Segelfrachter, in neun Monaten zurückgelegt, nahezu ausschließlich mit Windkraft. Am 6. Juli landete das Schiff im Hamburger Hafen. Die Crew und mehr als 100 Freiwillige entluden in einem außergewöhnlichen Lösch-Event die öko-fairen Waren aus Übersee traditionell von Hand.

Erster EZA-Kaffee segelte über den Atlantik

Erstmals mit an Bord der AVONTUUR: Biofaire Arabica Hochlandbohnen der EZA-Partnerkooperative SPOSEL. Die Kleinbäuerinnen und -bauern leben am Rande der Selva Lacandona, einem artenreichen Urwaldgebiet im mexikanischen Chiapas. „Durch die sorgfältige Pflege ihrer Parzellen schützen sie das empfindliche Ökosystem,“ ist EZA-Geschäftsführerin Andrea Schlehuber nach ihrem letzten Besuch vor Ort überzeugt. Eine zusätzliche Klimaschutzprämie, die die EZA Fairer Handel an die Genossenschaft bezahlt, fließt zukünftig in die Wiederaufforstung von Flächen am Rande des Urwaldes.

Klimafreundliche Alternativen stärken

Mit dem ersten per Segelschiff transportierten Kaffee unterstreicht die EZA Fairer Handel gemeinsam mit weiteren Akteuren, deren Waren geladen waren, die Bedeutung umweltfreundlicher Ansätze im Seetransport. „Damit wollen wir einen Impuls und Beitrag zu einer längst überfälligen Debatte leisten,“ so Schlehuber. „Wenn es um internationalen Handel geht, können wir über die Transportfrage nicht hinwegsehen. Damit umwelt- und klimafreundlichere Alternativen leistbar werden und sich durchsetzen können, braucht es auch auf politischer Ebene neue Weichenstellungen“.

Rund 90 Prozent des Welthandels erfolgt inzwischen über die Meere. Die großen Containerfrachter werden mit Schweröl betrieben und belasten die Umwelt. Das Umweltprojekt für sauberen Warentransport auf See, Timbercoast – cargo under sail, Eigner des Frachtseglers AVONTUUR – arbeitet für einen ökologischen Wandel in der Schifffahrtsindustrie.

Der aktuell per Segelschiff importierte Kaffee der EZA Fairer Handel wird im Herbst als „Segelkaffee – special & limited“ erhältlich sein. „Wir starten mit einer kleinen Versuchsmenge. Doch das muss nicht so bleiben. Wenn das Echo positiv ist, werden wir unser Angebot entsprechend ausbauen“, so Schlehuber.

 

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