Der Startschuss für das kooperative Projekt „Radar Tomography“ fiel unlängst offiziell mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags durch Silicon Austria Labs GmbH (SAL), Infineon DICE GmbH & CoKG und voestalpine Stahl GmbH im neuen LIT Open Innovation Center am Campus der JKU Linz. Das Projekt setzt nicht nur auf den neuartigen Einsatz intelligenter Radar-Sensorik für industrielle Anwendungen, sondern ist zugleich ein Vorzeigebeispiel für die zunehmende Digitalisierung der österreichischen Industrie mit Hilfe von kooperativer Spitzenforschung.

„SAL hat das Ziel, weltweit führende Forschung für elektronikbasierte Systeme entlang der Wertschöpfungskette von der Komponentenherstellung bis hin zur industriellen Anwendung von Elektronik zu betreiben. Mit dem Radar-Tomography Forschungsprojekt ist uns genau das gelungen“, erklärt Thomas Lüftner, SAL Divisionleiter für RF Systems und Standortleiter in Linz. „Wir bringen mit Infineon, in Linz weltweit führend in der Entwicklung von Radar-Chips, und der voestalpine, einer der weltweit führenden Hersteller von High-Tech-Produkten aus Stahl und anderen Metallen mit Hauptsitz in Linz, zwei Technologieleitbetriebe aus sehr unterschiedlichen Branchen zusammen, wodurch gemeinsam mit unseren Spitzenforschern ganz neue Denkmuster und Lösungsansätze entstehen, die am Weltmarkt den Unterschied ausmachen können.“

Startschuss für das kooperative SAL-Projekt „Radar Tomography“, die Vertreter der Projektpartner nach der Vertragsunterzeichnung von links: Dr. Thomas Lüftner (Division-Leiter RF Systems/Standortleiter Linz, SAL), Mag. Peter Zeiner (Managing Director, Infineon DICE), & Dr. Franz Androsch (Leiter Forschung, voestalpine Stahl), Dipl.-Ing. Manfred Ruhmer (Managing Director, Infineon DICE) & Dr. Thomas Pleschke (Head of Research Unit Embedded AI, SAL) (Credit: Silicon Austria Labs)
Startschuss für das kooperative SAL-Projekt „Radar Tomography“, die Vertreter der Projektpartner nach der Vertragsunterzeichnung von links: Dr. Thomas Lüftner (Division-Leiter RF Systems/Standortleiter Linz, SAL), Mag. Peter Zeiner (Managing Director, Infineon DICE), & Dr. Franz Androsch (Leiter Forschung, voestalpine Stahl), Dipl.-Ing. Manfred Ruhmer (Managing Director, Infineon DICE) & Dr. Thomas Pleschke (Head of Research Unit Embedded AI, SAL) (Credit: Silicon Austria Labs)

Forschung als Garant für globale Innovationen

Die bereits weltmarktführenden Radartechnologien im Automobil-Sektor werden im Zuge des kooperativen Projekts auch für industrielle Anwendungen nutzbar gemacht, der Schlüsselbegriff Industrie 4.0 wird hier in die Realität umgesetzt: „Mit seinem Entwicklungszentrum für Hochfrequenzbauteile in Linz ist Infineon Vorreiter im Bereich Radar für automatisierte Fahrerassistenzsysteme. Mit über 100 Millionen verkauften 77 GHz-Radarchips ist Infineon in diesem Segment Technologie- und Weltmarktführer“, berichten Manfred Ruhmer und Peter Zeiner, Managing Directors der Infineon DICE Danube Integrated Circuit Engineering GmbH & CoKG. „Forschung und Entwicklung sind dabei wesentliche Voraussetzungen, um auch in Zukunft global vorne dabei zu sein. Mit SAL haben wir einen neuen, wichtigen Partner im Netzwerk Wissenschaft und Wirtschaft. Die gemeinsame Forschung mit SAL und voestalpine im Projekt ‚Radar-Tomografie‘ erschließt neue Anwendungsfelder und bringt zusätzliche Impulse für den Hochfrequenz-Schwerpunkt in Linz“, kommentieren sie die Rolle der SAL als Forschungspartner für die Industrie.

Chancen der Digitalisierung gemeinsam nutzen

Auch die voestalpine setzt auf intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit: „Das Schlüsselwort für den globalen Erfolg der voestalpine heißt Innovation. Mit einem aktuellen Forschungsbudget von über 180 Mio. EUR zählen wir zu den forschungsintensivsten Unternehmen Österreichs“, so Franz Androsch, Forschungschef des voestalpine-Konzerns. „Durch die Forschungskooperation mit SAL und Infineon werden wir Antworten auf die künftigen Anforderungen der Digitalisierung erarbeiten, sei es im Bereich von Sensorsystemen, Hochfrequenz, autonomen Systemen, Machine Learning oder Smart Factory. Der nachhaltige Know-how-Aufbau durch solch hochkarätige Kooperationen hilft uns als Technologiekonzern auch in Zukunft unsere führende Position in der Branche zu stärken und auszubauen“, führt Androsch weiter aus. Das Forschungsmodell der SAL ist somit ein wichtiges Instrument, um die Chancen der Digitalisierung für das österreichische Ökosystem zu nutzen, indem gemeinsam mit den Partnern an Innovationen gearbeitet wird.

Am Standort in Linz wird SAL bis 2023 rund 80 Spitzenforscher/innen beschäftigen, die an Schlüsseltechnologien für Hochfrequenztechnik im mm-Wellen-Bereich für Radar und Kommunikation, „Embedded Artificial Intelligence“ und Smart-Factory-Communications forschen.

 

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