Selbstfahrende Roboter für Paketzustellung und Transporte: Das hochtechnologische Start-up ARTI steuert Roboter mit ihrer Softwarelösung durch Fabrikshallen, die Innenstadt & Co. –  nach dem ersten Großauftrag aus der Automobilindustrie steht die Steirer-Entwicklung nun auch vor dem Einsatz im Tourismus, etwa zum Gepäcktransport.

Science Park Graz-Geschäftsführer Martin Mössler mit ARTI-Co-Gründer Alexander Buchegger auf dem autonomen Roboter. (Credit: Science Park Graz/ Oliver Wolf)
Science Park Graz-Geschäftsführer Martin Mössler mit ARTI-Co-Gründer Alexander Buchegger auf dem autonomen Roboter. (Credit: Science Park Graz/ Oliver Wolf)

Ein vierrädriges Elektro-Quad legte den Grundstein für das Jungunternehmen ARTI: Denn die autonome Paketzustellung mit dem E-Vehikel „Jetflyer“ rief das TU Graz-Quartett Konstantin Lassnig, Clemens Mühlbacher, Alexander Buchegger und Stefan Loigge auf den Plan. Das E-Quad haben die Gründer mittlerweile gegen Roboter getauscht, das nötige Software-Know-how ist geblieben: „Wir entwickeln komplexe Softwarelösungen für mobile Roboter insbesondere im Bereich der Logistik“, erklärt ARTI-CTO Buchegger. Das insgesamt siebenköpfige Team von ARTI ist dabei aktuell speziell in der Automotive-Logistik gefragt: „Wir stehen derzeit in unserem ersten großen Projekt für einen internationalen Transportroboter-Hersteller, der die Logistik von Komponenten in einem deutschen Automobilwerk vereinfachen soll“, erklärt Buchegger. Konkret sollen die Roboter Automotive-Komponenten zwischen Werkshallen transportieren – die notwendige Software kommt aus der Steiermark: Auf Basis von Laser- und Radar-Sensorik entwickelt ARTI Algorithmen zur Vermeidung von Kollisionen. „Die Stärke unserer Software liegt in der Hindernisvermeidung – es geht um die Frage, wie man den Roboter am besten durch die Hindernisse navigieren kann“, bestätigt Buchegger. Klassische Bilderkennung sei hingegen nicht notwendig, sagt der technische ARTI-Geschäftsführer.

 Zum Einsatz soll die steirische Entwicklung nun auch in der Hotelindustrie kommen: „Das Interesse von Hoteliers Roboter – etwa zum Gepäcktransport einzusetzen – ist groß. Wir stehen hier in zahlreichen Gesprächen“, betont der ARTI-Verantwortliche.

Entwicklung am Science Park Graz

Das TU Graz-Spinoff – das Gründerteam setzt sich aus Telematik- und Informatik-Absolventen zusammen – ist seit einem Jahr im Science Park Graz inkubiert, vor wenigen Monaten erfolgte die offizielle Gründung des Unternehmens in der Anlaufstelle für Hightech-Startups. Dementsprechend begeistert zeigt man sich dort: „Unsere Aufgabenstellung ist es, hochskalierbare Geschäftsideen zu entwickeln und zu forcieren. Dazu stehen wir mit Netzwerk, Beratung und Know-how den Gründern zur Seite, was im Fall von ARTI sehr schnell zu nachweisbaren Erfolgen geführt hat“, freut sich Science Park Graz-Geschäftsführer Martin Mössler.

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