Neben dem Bereich eSports, der aktuell stark im Kommen ist, wird ein weiterer digitaler Sektor für Sportklubs immer bedeutender: eCommerce.

 Durch die Digitalisierung wird der Onlinehandel – etwa mit Fanartikeln und Tickets – für Sportklubs zu einer immer effektiveren Möglichkeit, relevante Einnahmen zu lukrieren. Auch weil dadurch weitaus geringere Kosten für Infrastruktur und Personal entstehen als bei einem physischen Fanshop. Zudem „ist klar, dass sich jemand Fanartikel lieber über den Online-Shop bestellt, wenn der Kauf dort schneller, einfacher und teilweise auch günstiger vonstatten geht  als im Laden“, erklärt Thomas Leskowsky von der Consulting-Agentur A-COMMERCE.

Im Fußball wird bereits seit einiger Zeit auf eCommerce gesetzt.
Im Fußball wird bereits seit einiger Zeit auf eCommerce gesetzt, in der Sparte Handball ist noch eine Professionalisierung notwendig.

Der richtige Online-Auftritt sei zudem eine Frage der Imagepflege und Beziehung zu den Fans. Eine Prognose für die Zukunft sei nicht hundertprozentig möglich, Leskowsky ist jedoch überzeugt, dass neue und bessere Technologien auf den Markt kommen werden, die eCommerce noch effektiver machen. So sei es beispielsweise vorstellbar, dass ein Kunde durch VR-Technologie im Online-Shop sehen kann, ob ihm eine bestimmte Kleidungsgröße passt.

Chance für den Handball

In der spusu Handball Liga betreiben aktuell zwei von zehn Klubs einen professionellen Onlineshop. Liga-Geschäftsführer Thomas Berger ist davon überzeugt, dass eine weitere Professionalisierung im eCommerce essenziell ist: „Wenn wir es nicht schaffen, diesen Markt Schritt für Schritt anzusprechen, dann lassen wir entscheidendes Potenzial für unsere nächsten Entwicklungsschritte liegen.“ Die Liga selbst hat heuer eine mehrjährige Partnerschaft mit Ticketmaster abgeschlossen. Zukünftig wird das Ticketing aller 20 Erst- und Zweitligisten über eine Online-Plattform abgewickelt. „Das Erlebnis Ticket(ver)kauf als Kommunikations- & Vertriebskanal wird damit auf das nächste Level gehoben“, so Berger.

Dass eCommerce auch im American Football ein Thema ist, zeigen die Graz Giants. „Mit dem Thema Onlineshop beschäftigen wir uns seit rund einem Jahr, auch weil dieser ein ausdrücklicher Wunsch unserer Fans und Mitglieder ist“, erklärt Christoph Schreiner, Geschäftsführer des Klubs.

Im Fußball wird bereits seit einiger Zeit auf eCommerce gesetzt. Einer der Hauptgründe ist der Service-Gedanke für die Fans, wie Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft beim SK Rapid Wien deutlich macht: „Beim SK Rapid trifft Tradition auf Innovation. Es ist uns ein Anliegen, unsere Fans stets bestmöglich zu servicieren und hier bietet uns die Digitalisierung eine Vielfalt an Möglichkeiten, beginnend bei der digitalen Fan-Kommunikation bis hin zum Mobile Ticketing. Wichtiger Eckpfeiler ist hier unser Onlineshop, der Fans rund um die Uhr zur Verfügung steht und so auf unkomplizierte Art und Weise den Kauf von Fanartikeln und Tickets ermöglicht. Das bedeutet Komfort für die große Rapid-Familie, die in ganz Österreich zuhause ist“.

eCommerce-Workshop in Graz

Was es im eCommerce zu beachten gilt, wie man als Sportklub einen erfolgreichen Onlineshop aufbaut und was das ganze tatsächlich kostet, das ist Thema beim Workshop „eCommerce für Sportklubs“, der am Freitag, dem 13. September, von 9 bis 12 Uhr im Hotel roomz in Graz stattfindet.

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