Das Thema Gesundheit hat in Österreich einen sehr hohen Stellenwert. Doch ebenso groß ist der Bedarf an Unterstützung bei der Gesundheitsvorsorge.

Zu diesem Ergebnis gelangt die Generali Gesundheitsstudie 2019, die die Generali Versicherung unter 1.000 Österreichern im Alter von 20 bis 60 Jahren durchgeführt hat. Martin Sturzlbaum, Chief Insurance Officer Leben/Kranken der Generali Versicherung, sagt dazu: „Die Gesundheit hat für Frau und Herrn Österreicher mit 95 Prozent eine große Bedeutung. 83 Prozent achten auf einen gesunden Lebensstil. Zufrieden sind die Konsumenten damit jedoch nicht. Der Anteil jener, die gerne mehr für ihre Gesundheit tun möchten, beträgt 85 Prozent. Die große Herausforderung für die meisten Österreicher liegt darin, Gesundheitsaktivitäten in den Alltag zu integrieren. Zeitmangel, Stress und fehlende Motivation sind große Hemmschwellen.“

Attestiert den Österreichern eine grundsätzlich sehr gesundheitsbewussten Lebensstil: Martin Sturzlbaum, Chief Insurance Officer Leben/Kranken der Generali Versicherung (Credit: Lukas Lorenz/Generali)
Attestiert den Österreichern eine gesundheitsbewussten Lebensstil: Martin Sturzlbaum, Chief Insurance Officer Leben/Kranken der Generali Versicherung (Credit: Lukas Lorenz/Generali)

Sport und Ernährung im Fokus

Die Generali Gesundheitsstudie zeigt, dass die meisten Befragten mit dem Begriff Gesundheit spontan eine gesunde Ernährung (28 Prozent) verbinden, gefolgt von Sport und Bewegung (20 Prozent). An den eigenen Hausarzt oder auch an eine regelmäßige Vorsorge denken deutlich weniger – nur jeweils 6 Prozent. Konkret nach den einzelnen Gesundheitsmaßnahmen gefragt, liegen Sport und Bewegung mit 61 Prozent an erster Stelle, gefolgt von einer bewussten Ernährung mit 53 Prozent. Vorsorgeuntersuchungen bzw. regelmäßige Arztbesuche belegen mit 21 Prozent den dritten Platz.

„Work-Life-Balance“ für 96% wesentlich

Neben Bewegung und Ernährung gelten auch Schlafgewohnheiten, Rauchverhalten und Stressvermeidung als wichtige Einflussfaktoren auf einen gesunden Lebensstil. Eine Balance zwischen Arbeits- und Privatleben ist 96 Prozent der Befragten wichtig. Ebenso spielt die mentale (psychische) Gesundheit für 92 Prozent eine große Rolle.

Zeitmangel verhindert mehr Gesundheitsvorsorge

85 Prozent der Befragten würden gerne mehr für ihre Gesundheit tun, scheitern aber an Zeitmangel (50 Prozent), Alltagsgewohnheiten (45 Prozent), beruflichen Faktoren (35 Prozent), Stress (31 Prozent) und Motivationsproblemen (30 Prozent). Nur ein Viertel der Befragten ist mit der eigenen Balance zwischen Arbeits- und Privatleben sehr zufrieden. 65 Prozent denken in Stresssituationen zu wenig an Entspannungs-möglichkeiten bzw. kennen keine Methoden, die ihnen helfen, mit Stress gesund umzugehen.

Änderung des Lebensstils nur kurz erfolgreich

83 Prozent haben sich schon einmal vorgenommen, ihren Lebensstil gründlich zu ändern und gesünder zu leben. Dauerhaft und nachhaltig erfolgreich waren davon jedoch nur 27 Prozent. Bei 54 Prozent haben sich nach einer gewissen Zeit wieder alte Gewohnheiten eingeschlichen und 19 Prozent konnten keine Änderung herbeiführen.

Ähnliche Ergebnisse liefert die Generali Gesundheitsstudie 2019 auch in Bezug auf das Rauchen. Rund drei Viertel der befragten (Gelegenheits-)Raucher – 29 Prozent sehen sich als Raucher, 12 Prozent als Gelegenheitsraucher – haben zumindest einmal, jeder Zweite schon mehrfach versucht, das Rauchen aufzugeben. Doch für 44 Prozent hat es in vielen Situationen einfach gefehlt. 30 Prozent haben die Entspannung beim Rauchen vermisst und 23 Prozent den Spaß.

Großer Zuspruch bei ärztlichen Zusatzleistungen

60 Prozent der Befragten empfinden die Wartezeit bei Ärzten als zu lange. Diese beträgt durchschnittlich 32 Minuten. Eine digitale bzw. telefonische Beratung oder Betreuung durch einen GesundheitsCoach begrüßen 61 Prozent der Befragten.

Rund zwei Drittel wünschen sich nicht erst bei medizinischen Problemen, sondern bereits bei der Gesundheitsvorsorge Unterstützung durch einen Spezialisten. So geben 67 Prozent an, sich nicht (ganz) sicher zu sein, ob ihr Ernährungsstil passt und ein Drittel ist sich unsicher, ob ihr Bewegungs- bzw. Sportprogramm das Richtige ist.

67 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sprechen sich für eine ärztliche Zweitmeinung zu einem Befund aus. 91 Prozent wünschen sich eine objektive Empfehlung für einen Spezialisten bzw. Therapeuten, wenn sie zu einem verwiesen werden. Auch einen Abgleich eines verschriebenen Medikaments mit anderen Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln begrüßen 84 Prozent der Befragten.

 

Load More In Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

„Green Friday“ statt „Black Friday“: Für eine nachhaltige Schnäppchenjagd am 29. November

Am 29. November startet mit dem „Black Friday“ die größte Rabattschlacht des Jahres. Auf d…