Das Unternehmen Mayer Recycling setzt den konsequenten Weg als Innovator im Umweltbereich fort. 10,5 Mio. Euro wurden in eine neue Recyclinganlage investiert, die kürzlich mit Landesrat Johann Seitinger eröffnet wurde. Die digital gesteuerte Anlage ist in ihrer Form einzigartig. Die Recyclingquoten können deutlich verbessert werden, ebenso die Qualität der gewonnenen Wertstoffe.

Know-how und fast alle Komponenten der modernsten Recyclinganlage Österreichs kommen zur Gänze aus der Steiermark: (v. l.) Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben), Johann Seitinger (Landesrat) und Andreas Säumel (Mayer Recycling) (Credit: Mayer/Lunghammer)
Know-how und fast alle Komponenten der modernsten Recyclinganlage Österreichs kommen zur Gänze aus der Steiermark: (v. l.) Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben), Johann Seitinger (Landesrat) und Andreas Säumel (Mayer Recycling) (Credit: Mayer/Lunghammer)

Rund 451 Kilogramm Abfall jährlich fallen in der Steiermark pro Bewohner an, zu einem großen Teil aus Rest- und Sperrmüll. Es braucht moderne Technologien in der Aufbereitung, um einen möglichst hohen Anteil der darin enthaltenen Wertstoffe zu recyceln. Mayer Recycling hat hier bereits in der Vergangenheit Pionierarbeit geleistet – unter anderem wurde eine Maschine zur Sortierung von Nichteisenmetallen entwickelt, mit der hochwertige Sekundärmetalle produziert werden können. Nun präsentiert man die größte Innovation der Firmengeschichte: 10,5 Mio. Euro wurden in eine neue Recyclinganlage für Hausmüll und Gewerbeabfall investiert – der Löwenanteil des Investments bleibt in der Steiermark.

Wesentlich höhere Qualität der Wertstoffe

„Es handelt sich dabei um die modernste digital gesteuerte Recyclinganlage in diesem Bereich, mit der unsere ohnehin schon guten Recyclingquoten noch weiter verbessert werden können – andere Lösungen lassen wir damit teilweise blass aussehen. Die Anlage scheidet nahezu alle Metalle ab und transportiert sie automatisch zu unseren Metallaufbereitungsanlagen. Die so gewonnenen Metalle haben im Vergleich zu den aus thermischen Prozessen zurückgewonnenen Metallen einen höheren Wert, da sie eine wesentlich höhere Qualität aufweisen. Auch können wir noch zusätzlich bis zu 10 Prozent Kunststoffe aus dem Restmüll gewinnen“, betont Andreas Säumel, Geschäftsführer von Mayer Recycling. „Mit den gewonnenen Metallen beliefern wir ausschließlich Industrien, die hochwertige Rohstoffe einsetzen“, so Säumel weiter.

Einzigartige Anlage

Entwickelt wurde die Anlage gemeinsam mit Partnern aus dem Forschungsprojekt ReWaste 4.0 – Know-how und fast alle Maschinenkomponenten kommen zur Gänze aus der Steiermark. „Die Flexibilität, die die Anlage aufweist, ist in dieser Form einzigartig. Durch innovative Sortiermaschinen ist es möglich, die unterschiedlichen Abfallarten frühzeitig zu erkennen und zu sortieren“, erklärt Prof. Roland Pomberger von der Montanuniversität Leoben. „Die CO2- bzw. Energiebilanz ist erstklassig und sie leistet einen wesentlichen Beitrag, die künftigen EURecyclingziele zu erfüllen“, so Pomberger abschließend.

Steirische Entwicklung

Auch Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger betont die große Relevanz der Recyclinganlage für Ressourceneffizienz und Klimaschutz: „Unser aller Abfall ist eine außerordentlich wertvolle Ressource für die Zukunft. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung unseren Müll bestmöglich zu trennen, um ihn danach zu wertvollen Rohstoffen in einem intelligenten Kreislaufsystem weiterverwenden zu können. Ich gratuliere daher der Firma Mayer Recycling zu dieser nachhaltigen Zukunftsinvestition.“

2,5 Millionen in Brandschutz investiert

Mayer Recycling hat mit der Anlage auch ein hochmodernes Brandschutzkonzept entwickelt, in das zusätzlich 2,5 Millionen Euro investiert wurden. Durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterien im Restmüll steigt die Brandgefahr für Recycling-Anlagen enorm – Mayer Recycling war erst im vergangenen Jahr von einem verheerenden Brand betroffen. Nun wurde beim Brandschutz auf eine völlig neue Methode im Bereich des Maschinenschutzes gesetzt, mit der die Brandgefahr erheblich reduziert wird. „Auch diese Entwicklung kommt übrigens aus der Steiermark und wird bereits weltweit vertrieben“, betont Säumel.

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