ÖAMTC bietet seit dem vorigen Jahr Mobilitätsberatung für Menschen mit Behinderung und Gehörlosenservice.

Im Vorjahr startete der ÖAMTC das Projekt „Einstellungssache“. Das Ziel, zehn zusätzliche, dauerhafte Vollzeitstellen für Menschen mit Behinderung zu schaffen, wurde weit übertroffen. „Mittlerweile haben wir 15 Mitarbeitende mit Behinderung in zusätzlich geschaffenen Jobs. Die bis jetzt aufgenommenen Personen haben Lernschwierigkeiten, Hörbehinderungen oder chronische Erkrankungen. Sie arbeiten in unterschiedlichsten Abteilungen, wie etwa an unseren Stützpunkten, in der IT, Personalverrechnung, Medien Online, im Facility Management und bei den Technischen Diensten. Zwei von ihnen sind Lehrlinge“, freut sich ÖAMTC-Diversitätsbeauftragte Nasila Berangy-Dadgar über den Erfolg.

ÖAMTC-Diversitätsbeauftragte Nasila Berangy-Dadgar (Credit: ÖAMTC)
ÖAMTC-Diversitätsbeauftragte Nasila Berangy-Dadgar (Credit: ÖAMTC)

Mit dem Projekt „Einstellungssache“ wurden gezielt neue Stellen speziell für Menschen mit Behinderung geschaffen. Darüber hinaus arbeiten schon seit Jahren sehr erfolgreich etliche Menschen mit Behinderungen beim ÖAMTC, auch Führungskräfte, die zum Kreis der begünstigt behinderten Personen gehören. Außerdem bietet der Mobilitätsclub spezielle Services für Menschen mit Behinderung, wie eine Mobilitätsberatung und ein Gehörlosenservice. Hörbeeinträchtigte Personen können via ÖAMTC-App eine barrierefreie Kommunikationsmöglichkeit nutzen: Wenn man in einer Zusatzfunktion angibt, dass man gehörlos ist, wird ein anderer Kommunikationsweg (SMS/Mail) angeboten.

Aufklärung, Arbeitsassistenten & Bekenntnis der Leitung ermöglichen Vielfalt, Projekt „Einstellungssache“ als Schritt in Richtung Inklusion

Damit gelebte Vielfalt in einem Unternehmen erfolgreich ist, braucht es ein klares Bekenntnis der Geschäftsführung sowie Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in den Teams. „Unsere Direktoren stehen dahinter, das ist enorm wichtig, denn solche Projekte funktionieren nur top down“, betont Berangy-Dadgar. Für das Projekt „Einstellungssache“ erhielten Führungskräfte in Veranstaltungen und Workshops gemeinsam mit Arbeitsassistenzen Informationen über Behinderungen und mögliche Lösungen am Arbeitsplatz. Danach meldeten die Führungskräfte ihren Bedarf. In Evaluierungsgesprächen wurden Jobprofile erarbeitet. Gemeinsam mit dem Sozialministeriumservice, dem AMS und den Arbeitsassistenzen wurden Inserate geschalten und Personen eingeladen, sich zu bewerben.

„Im Sinne der Inklusion würde ich mir wünschen, dass derartige Projekte der Weg in eine Zukunft sind, in der Menschen mit Behinderung den normalen Recruitingprozess nutzen und Unternehmen deren Fertigkeiten, Fähigkeiten und Talente wahrnehmen und richtig einsetzen“, setzt sich Berangy-Dadgar ambitionierte Ziele und hofft auf einen Domino-Effekt.

(Credit Beitragsbild: ÖAMTC)

 

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