Was haben Marcel Hirscher, Ursula von der Leyen und der japanische Kronprinz Naruhito gemeinsam? Sie alle haben 2019 einen neuen Job übernommen – wenn vielleicht auch nicht ganz freiwillig. Wer hingegen aktiv auf Jobsuche war, hat sich in Österreich am ehesten nach einem Job im „Büro“ umgesehen, und zwar am liebsten in Wien. Das zeigt eine aktuelle StepStone-Analyse der Jobsuchen von Jänner bis November 2019.

„Büro“ schlägt „Personalverrechner“

Die beliebtesten Suchworte in diesem Jahr waren demnach „Büro“, „Bürokaufmann/-frau“, „Verkäufer/-in“ und „Marketing“. Auch nach Stellen im Außendienst und Jobs in der Produktion wurde 2019 häufig gesucht, während etwa Suchen nach „Personalverrechner“, „Sekretär/-in“ und „Kellner/-in“ deutlich zurückgingen. Die beliebtesten Städte waren wenig überraschend Wien, Graz und Salzburg. Auch Linz und Innsbruck schaffen es in die Top 5 der beliebtesten Städte.

Man sucht nicht nur nach Vollzeitstellen

Die beliebtesten Suchworte in diesem Jahr waren unter anderem „Büro“, „Bürokaufmann/-frau“ und „Marketing“.
Die beliebtesten Suchworte in diesem Jahr waren unter anderem „Büro“, „Bürokaufmann/-frau“ und „Marketing“.

Gesucht wird längst nicht mehr nur nach klassischen Vollzeitstellen, zeigt die Auswertung: Auch Praktika, Teilzeit und Lehre sowie geringfügige Beschäftigungen wurden in diesem Jahr von Kandidaten immer häufiger in die Suchmaske eingegeben. Auch Sprachkenntnisse spielen bei der Jobsuche eine Rolle: Die fünf meistgesuchten Sprachen waren in diesem Jahr Englisch, Ungarisch, Russisch, Spanisch und Italienisch.

Schlagworte statt Jobtitel

Statt nach starren Jobtiteln suchen Fachkräfte immer häufiger nach einfachen Schlagworten: So hat der Suchbegriff „Produktion“ den klassischen „Produktionsmitarbeiter/-in“ ersetzt, ebenso wie das Stichwort „Außendienst“ weit häufiger gesucht wurde als der „Außendienstmitarbeiter“. Immer häufiger geben Jobsuchende auch ihre wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten in die Suchmasken ein, um passende Jobs zu finden: In diesem Jahr wurde etwa verstärkt nach Stichworten wie „Chemie“, „Hotel“ oder „Quereinsteiger“ gesucht.

Kein „Greta-Effekt“ in Österreich

Eher selten nachgefragt werden übrigens Suchbegriffe wie „Ernährung“, „Finanzwesen“ und „Einkäufer“ – sie befinden sich am untersten Ende im Suchranking. Anders als in Deutschland ist bei Jobsuchen in Österreich auch (noch) kein „Greta-Effekt“ festzustellen: Wurden bei StepStone Deutschland Schlagwörter wie „Umwelt“, „Klimaschutz“, „Sustainability“ und „Nachhaltigkeit“ in diesem Jahr zum Teil doppelt so oft in die Suchmaske ein wie im Vorjahr eingegeben, findet sich in StepStone Österreich lediglich der Begriff „Umwelt“ in der Suche – und das auch nicht auf den vordersten Plätzen.

Jobsuche zu Wochenbeginn

Einen neuen Job sucht man der Analyse zufolge am liebsten zu Wochenbeginn: Der beliebteste Tag für die Jobsuche ist der Montag, gefolgt von Dienstag. Bis zum Wochenende hin nehmen die Zugriffe ab, um am Sonntag dann wieder leicht nach oben zu gehen. Beliebteste Zeit für die Jobsuche ist der Vormittag: Wer schon im Büro sitzt, greift dann über den Desktop auf die Jobsuche zu. Wer hingegen am Smartphone nach einer neuen Stelle sucht, wird der Analyse zufolge eher abends aktiv: Ab 20 Uhr gehen die mobilen Suchanfragen deutlich nach oben.

Fünf heimische Arbeitgeber in den Top Ten

Gesucht wird übrigens nicht nur in Österreich: Die meisten Jobsuchen aus dem Ausland kamen 2019 aus Deutschland und Ungarn. Auch unsere Nachbarn in der Slowakei und der Schweiz suchen gerne nach Jobs in Österreich. Dabei werden heimische Arbeitgeber für Arbeitnehmer immer attraktiver: Waren 2017 mit Post und Billa nur zwei österreichische Unternehmen vertreten, finden sich 2019 zusätzlich mit Trenkwalder, Magna und der Strabag schon fünf hiesige Arbeitgeber in den Top Ten.

 

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