Der Blick auf das vergangene Jahr zeigt, dass der Rückgang bei den neu zugelassenen Personenkraftwagen geringer ist als erwartet.

Mit 329.363 neu zugelassenen Personenkraftwagen hat das Jahr 2019 bei den Kfz-Neuzulassungen in Österreich ein Minus gebracht. 2019 ist damit das zweite Jahr in Folge mit einer sinkenden Zahl an Pkw-Neuzulassungen. „Zwar ist der Rückgang geringer als erwartet ausgefallen, aber dennoch schmerzhaft, insbesondere, weil etwa bei unseren deutschen Nachbarn der Markt um rund fünf Prozent gewachsen ist“, sagten Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, und Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der Präsentation der Kfz-Zulassungszahlen, die auch heuer wieder im Vorfeld der Vienna Auto Show stattfand.

Mit 329.363 neu zugelassenen Personenkraftwagen hat das Jahr 2019 bei den Kfz-Neuzulassungen in Österreich ein Minus gebracht.
Mit 329.363 neu zugelassenen Personenkraftwagen hat das Jahr 2019 bei den Kfz-Neuzulassungen in Österreich ein Minus gebracht.

Zulassungszahlen in den unterschiedlichen Fahrzeugkategorien im Detail

Präsentiert wurden die Zulassungszahlen von Peter Laimer, bei der Statistik Austria verantwortlich für die Kfz-Statistiken. Das sind die Eckpunkte der einzelnen Fahrzeugkategorien: „Pkw“ bleibt mit 75,5 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge weiter die mit Abstand wichtigste Kfz‐Art in Österreich. „Die Zahl dieselbetriebener Personenkraftwagen liegt weiter deutlich unter jener von Benzinern, der Anteil von Diesel-Pkw-Neuzulassungen ist sogar erstmals seit 1994 wieder unter die 40-Prozent-Marke gesunken“, erläuterte der Experte. Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw haben um mehr als die Hälfte (+56,8 Prozent) zugelegt, was zum überwiegenden Teil auf Benzin-Hybrid-Pkw zurückzuführen ist (+47,8 Prozent). Ausschließlich elektrisch betriebene Pkw verzeichneten einen Zuwachs von 36,8 Prozent. Neuzulassungen einspuriger Kfz lagen im Jahr 2019 mit 40.660 Fahrzeugen um 6,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Lkw-Neuzulassungen blieben mit einem Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zu 2018 weitgehend unverändert.

Insgesamt gebremste Nachfrage in Österreich

Die Vertreter der Kfz-Wirtschaft sehen die Gründe für die gebremste Nachfrage nach Neuwagen unter anderem in der Verunsicherung der Konsumenten – „und zwar gleich auf mehreren Ebenen, nämlich: Wie sehen die zukünftigen Rahmenbedingungen für den Individualverkehr aus? Und: Welche der unterschiedlichen Antriebsarten werden sich durchsetzen? Der Fahrzeughandel als erster Ansprechpartner der Kunden berät diese, den für sie optimalen fahrbaren Untersatz zu finden“, hob Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner hervor.

Ottenschläger: „Klares Ziel, Ökonomie und Ökologie im Einklang weiterzuentwickeln“

ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger hielt in seinen Ausführungen fest: „Wir haben uns das klare Ziel gesetzt, Ökonomie und Ökologie im Einklang weiterzuentwickeln. Für die Herausforderungen der Auto- und Autozulieferindustrie möchten wir in einem Dialog zwischen Politik und Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Dabei besteht großes Interesse daran, dass Arbeitsplätze, Forschung, Entwicklung und Wertschöpfung in Österreich erhalten bleiben.“

 

Load More In Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

Reisekompass 2020: Reisefreudigkeit auf Rekordniveau

Die Vorzeichen für das Reisejahr 2020 sind überaus positiv: Laut Ruefa Reisekompass 2020 p…