Rund um den Globus greifen die vom Baumaschinenausrüster Winkelbauer in Anger bei Weiz produzierten Teleskoparme in die Tiefe. Nun wurden die tonnenschweren Baggerarme, die in Infrastrukturprojekten in Dubai, Teheran und Frankfurt zum Einsatz kommen, als „Anbaugerät des Jahres“ ausgezeichnet.

Geschäftsführer Michael Winkelbauer freut sich über die Auszeichnung durch „Baublatt"-Herausgeber Karl Englert (r.). (Credit: WI)
Geschäftsführer Michael Winkelbauer freut sich über die Auszeichnung durch „Baublatt“-Herausgeber Karl Englert (r.). (Credit: WI)
In der Millionenmetropole Dubai kommt der Angerer Teleskoparm bei Infrastrukturprojekten zum Einsatz. (Credit: WI)
In der Millionenmetropole Dubai kommt der Angerer Teleskoparm bei Infrastrukturprojekten zum Einsatz. (Credit: WI)

Der oststeirische Baumaschinenausrüster Winkelbauer ist derzeit im Hoch – und zwar mit einer Tiefbaulösung: Vom nationalen Branchenmagazin „Baublatt“ wurden die Teleskoparme des Unternehmens als „Anbaugerät des Jahres“ ausgezeichnet. „Die Historie zeigt, dass die Innovationskraft und Qualität unseres Familienunternehmens Voraussetzung für unsere Wettbewerbsfähigkeit und das Bestehen am Weltmarkt ist. Aus diesem Grund ehrt uns  die Auszeichnung für unsere innovativen Teleskoparme ganz besonders“, betont Geschäftsführer Michael Winkelbauer. Ein entscheidender Vorteil der Teleskoparme am Bau: Während Bagger in der Regel maximal sieben, acht Meter in die Tiefe greifen können, schaffen die in Anger bei Weiz produzierten Teleskoparme bis zu 23 Meter.

 Rund um den Globus im Einsatz

Selbst auf aktuellen Baustellen am Flughafen Frankfurt, im Verkehrs- und Städteprojekt „Stuttgart 21″ und bei Infrastruktur-Bauten in Dubai ist die Angerer Innovation gefragt. „Insbesondere für Kunden auf der Arabischen Halbinsel haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder Teleskoparme produziert. Die meisten Arme sind aktuell in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Einsatz“, bestätigt Winkelbauer. Der Grund liegt auf der Hand: Insbesondere in engverbauten Gebieten braucht es platzsparende Lösungen wie die Angerer Teleskoparme zum Aushub – etwa beim Bau von U-Bahnen und innerstädtischen Parkgaragen. Diese Vorteile machte man sich auch im Iran zu Nutze: Für den Bau einer U-Bahn wurde auf den von den Oststeirern entwickelten Teleskoparm gesetzt. Spannend: „Das größte iranische Bauunternehmen suchte weltweit nach Kooperationspartnern zur Umsetzung dieser Anforderungen – und wurde schließlich bei uns in Anger bei Weiz fündig. Insgesamt wurde in vier Telearme mit Greifer investiert“, sagt Winkelbauer. Während die Teleskoparme bereits in mehrere Kontinente verkauft werden konnten, sind in Europa Mietlösungen immer begehrter: „Auch unsere Lösungen werden immer häufiger für beispielsweise einige Wochen gemietet, weil dadurch auch der Finanzierungsaufwand für den Kunden auf ein Minimum reduziert wird. Dieser Trend ist deutlich spürbar“, erklärt Winkelbauer.

 Erfolgreich auch in heimischen Tunnels

Neben den Teleskoparmen ist Winkelbauer in der Branche vor allem als Verarbeiter von hochfesten Stählen bekannt: Auf einer Produktionsfläche von mittlerweile 10.000 Quadratmetern entstehen neben Teleskoparmen und Schnellwechslern – diese verkürzen den Umrüstaufwand von Bagger-Ausrüstungen – auch hochwertige Komponenten und Verschleißteile. Dazu werden jährlich rund 4.000 Tonnen Stahl verarbeitet, der direkt aus dem schwedischen Oxelösund zugeliefert wird: Hardox-Erzeuger SSAB, die renommierteste Adresse weltweit, wenn es um die Erzeugung von hochqualitativen Verschleißstähle geht, ernannte Winkelbauer zum offiziellen Hardox-Wearparts-Partner. Mit diesen Verschleißteilen ist Winkelbauer auch im Tunnelbau erfolgreich: „In Österreich gibt es wohl kaum ein Bundesland, in dem keine Komponenten von uns im Einsatz sind. Denn unsere verschleißbeständigen Komponenten sorgen für Licht am Ende von etwa Brenner-, Koralm- und Semmeringtunnel. Kein österreichisches Tunnelprojekt kommt ohne Teile von uns aus“, erklärt Winkelbauer.

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