100 Kilogramm leicht, Geschwindigkeiten von über 20 Knoten – und keine Emissionen: Die E-Sportbootserie vom internationalen Hersteller Quadrofoil sorgt weltweit für Furore. Mit auf der Welle des Erfolgs reitet einmal mehr steirische Ingenieurskunst: Denn der „Supersportwagen der Meere“ setzt auf modernste Messtechnologien der Kumberger Dewesoft. Auch am Mond und in der Boxengasse ist Dewesoft gefragt.

Das E-Supersportboot Quadrofoil wurde mit Messtechnologien aus Kumberg optimiert. (Credit: Quadrofoil)
Das E-Supersportboot Quadrofoil wurde mit Messtechnologien aus Kumberg optimiert. (Credit: Quadrofoil)
Dewesoft-Gründer Herbert Wernigg ist international mit Messtechnologie erfolgreich. (Credit: SA)
Dewesoft-Gründer Herbert Wernigg ist international mit Messtechnologie erfolgreich. (Credit: SA)

Steirische Innovation mit „Meerwert“ – im wahrsten Sinne des Wortspiels: Denn das in Kumberg ansässige Messtechnologieunternehmen Dewesoft steuert aktuell modernste Technologien inklusive hochpräzisen Überprüfungen zum ersten vollelektrischen „Supersportwagen der Meere“ bei. „Wir haben dabei sowohl die Messung des Gleichstrom- als auch des Wechselstromanteils des Antriebsstrangs eingerichtet, um den Wirkungsgrad und die Qualität der Motorleistung zu messen und auch zu optimieren“, erklärt Dewesoft-Gründer Herbert Wernigg. Ein hochsensibles Verfahren, insbesondere da sich Boothersteller Quadrofoil anschickt, die Nautik gänzlich zu revolutionieren. Die technischen Ingredienzen für dieses Vorhaben sind jedenfalls vorhanden: Denn ab einer Geschwindigkeit von zwölf km/h wird der Auftrieb durch die vier Flügel des Supersportboots so groß, dass der Rumpf aus dem Wasser gehoben wird, der Tiefgang auf 15 Zentimeter verkürzt wird – und der Quadrofoil dadurch noch wendiger wird. Soll heißen: „Während bei gewöhnlichen Booten die meiste Energie im Schiffsrumpf zur Verdrängung des Wassers aufgewendet wird, hebt der Quadrofoil den Rumpf, sodass nur der Luftwiederstand überwindet werden muss“, erklärt Wernigg. Die Kumberger Messprodukte, die auf den Namen „Sirius“ hören, haben dabei im Vorfeld Parameter wie etwa Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ausrichtung des Wasserfahrzeugs ermittelt, „um neue Potenziale zu identfizieren“, so der Dewesoft-Verantwortliche.

International gefragt

Vielseitig einsetzbar: Im Dom von Orvieto überprüft steirische Messtechnologie bestehende Risse in der Mauer. (Credit: Dewesoft) --
Vielseitig einsetzbar: Im Dom von Orvieto überprüft steirische Messtechnologie bestehende Risse in der Mauer. (Credit: Dewesoft)

Das aktuelle Engagement des 200-köpfigen Unternehmens (15 Niederlassungen weltweit) in der internationalen Nautik ist nur ein Beispiel für zahlreiche Anwendungen der Messtechnik-Steirer: Denn auch in der Formel 1 und im Weltraum kommt das Kumberger Know-how zum Einsatz. „Wir sind quer über unterschiedlichste Branchen erfolgreich: Wir zählen die NASA genauso zu unseren Kunden wie zahlreiche Rennställe der Königsklasse des Motorsports“, erklärt der dementsprechend vielreisende Wernigg. Auch das römischen Amphitheater oder das italienischen Kolosseum ist mit Messtechnologie von Dewesoft ausgestattet, „um Erschütterungen aufgrund der umliegenden U-Bahn-Bauten genauestens nachvollziehen zu können“. Ähnliches gilt für das Pantheon in Rom und den Dom von Orviedo – mit einem Unterschied: „Hier überwachen unsere Messtechniken bereits bestehende Risse in den Mauern“, so Wernigg.

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