Seit heuer gibt es eine neue Fachabteilung für Umwelt- und Ressourcenmanagement an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein in der Steiermark.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat einen wichtigen Schritt getan, um sich der Herausforderung Klimawandel zu stellen: An der von Anton Hausleitner geleiteten Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein erfolgte die Gründung der Fachabteilung für Umwelt- und Ressourcenmanagement. Zum Vorstand dieser österreichweit ersten Einrichtung an einer BHS wurde Herwig Pieslinger ernannt: „Junge Menschen für die Biosphäre begeistern und sie zu ihrer nachhaltigen Nutzung befähigen!“ sieht er als seine Mission.

Die topaktuelle Ausbildung umfasst Kompetenzen in Landwirtschaft und Umweltwissenschaften. In der mit dem Umweltzeichen zertifizierten „klimafitten Schule“ stehen im Laufe von 5 Ausbildungsjahren am Plan: Allgemeinbildung, landwirtschaftliche Produktion, Naturwissenschaften und Informatik, erneuerbare Rohstoffe und Energie, Raumordnung, Klimaschutz, Wasserwirtschaft, Unternehmensführung, Projektmanagement, Sport und Gesundheit. Unmittelbaren Kontakt mit dem Berufsleben bringen verpflichtende Ferialpraktika, teils im Ausland. Theorie- und Praxiseinheiten sind eng miteinander verwoben.

Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein bietet fortan einen neuen Ausbildungszweig an. (Credit: HBLFA Raumberg-Gumpenstein)
Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein bietet fortan einen neuen Ausbildungszweig an. (Credit: HBLFA Raumberg-Gumpenstein)

Tradition des ökosozialen Weges

„Science in School“ – Die Forschung in Schloss Gumpenstein und Trautenfels bietet die einzigartige Möglichkeit, rund 120 große agrar- und klimawissenschaftliche Projekte kennenzulernen. Im Rahmen der Abschlussarbeiten ist es möglich daran mitzuwirken.

Die Ausbildung berechtigt zum Universitätsstudium, schließt die Unternehmerprüfung, die Facharbeiterqualifikation und Berechtigungen in Landwirtschaft und Gewerbe ein. Nach 3 Jahren Berufspraxis kann um die Standesbezeichnung Ingenieur angesucht werden. Das allerwichtigste für Absolventinnen und Absolventen ist, dass Fachleute aus dem Umwelt- und Ressourcenbereich immer dringender gesucht werden. Die neue Fachabteilung Umwelt- und Ressourcenmanagement ist einige Wochen alt, aber mit Stolz sieht sie sich in der Tradition des ökosozialen Weges, dessen Vordenker Josef Riegler in Raumberg maturiert hat.

Derzeit gehören der neuen Fachabteilung 129 Studierende an, etwa die Hälfte davon weiblich. Zur ersten Reife- und Diplomprüfung werden sie im Sommer 2021 antreten. Raumberg hat insgesamt über 400 Schüler aus ganz Österreich sowie rund 300 Bedienstete. Angeschlossene Betriebe dienen der Forschung und praktischen Unterweisung. Voraussetzung für den Eintritt ist der Abschluss der NMS oder AHS-Unterstufe.

 

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