Die von der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen zur Sicherung von Standort und Beschäftigung in Österreich leisten einen wichtigen Beitrag, um der Bevölkerung und den Unternehmen in Zeiten der Corona-Pandemie eine Zukunftsperspektive zu geben. Was die heimischen Händler mit ihren mehr als 600.000 Beschäftigten jetzt dringend brauchen, ist höchstmögliche Planungs-, Rechts- und Finanzierungssicherheit.

Neues Kurzarbeitsmodell für KMU anwendbar machen

„Das ist ein großes Hilfspaket für eine große Herausforderung. Dank gebührt der Staatsspitze und insbesondere dem Finanzminister für die schnelle Freigabe der Budgetmittel im Ausmaß von 4 Milliarden Euro als ersten wichtigen Schritt. Entscheidend ist jetzt, dass das neue Kurzarbeitsmodell auch für KMU unbürokratisch und flexibel anwendbar ist und damit Fair Play bei der Beantragung besteht“, kommentiert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will das Maßnahmenpaket der Bundesregierung im Namen des HV-Präsidiums und der österreichischen Händlerschaft.

Gerade Einzelunternehmer und KMU-Geschäftsführer sind nicht nur CEOs, sondern auch Personalchefs und Buchhalter in Personalunion. Umso wichtiger ist hier eine rasche, unbürokratische Umsetzungsmöglichkeit. Die „Corona-Kurzarbeit“ wird dazu beitragen, indem sie künftig innerhalb von 48 Stunden abrufbar sein soll. Auch die Aufstockung der Mittel für Kurzarbeit auf 400 Millionen Euro ist eine absolut richtige Entscheidung.

„Durch die Möglichkeit der Kurzarbeit werden Kündigungen zumindest kurzfristig abgewendet. Auf lange Sicht gilt es allerdings auch, weitere Kostenfaktoren wie laufende Mietaufwände und diverse Finanzierungskosten abzufedern“, so Will.

Liquidität der Handelsbetriebe langfristig sichern

Entscheidend wird sein, die Liquidität besonders betroffener Handelsbetriebe schnell und unbürokratisch zu sichern, um diese Krise zu überstehen. Vor diesem Hintergrund sind die versprochenen Garantien für alle Unternehmensgrößen eine essentielle Maßnahme, um den Wirtschaftsstandort Österreich aufrecht zu erhalten.

„Egal welche Gesetzesgrundlage nun herangezogen wird, es muss sichergestellt sein, dass die von den behördlich angeordneten Schließungen betroffenen Non-Food Händler über die Kompensation der Personalkosten hinaus auch die weiteren laufenden Kosten zur Aufrechterhaltung ihrer Geschäftsgrundlage ersetzt bekommen“, fordert Rainer Will.

 

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