Laut einer aktuellen Studie von Market im Auftrag der LGT Bank Österreich können zwei Drittel der Familienunternehmen der Corona-Krise länger als zehn Wochen standhalten.

Die Corona-Krise hat das heimische Unternehmertum hart getroffen. Dietmar Baumgartner, Co-CEO der LGT Bank Österreich: „Viele unserer Kunden führen selbst Familienunternehmen und daher ist es uns wichtig, besonders ihre aktuellen Bedürfnisse zu verstehen, um sie auch entsprechend beraten und durch die schwierige Situation begleiten zu können.“ Die aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstitutes Market im Auftrag der LGT Bank Österreich, mit über 100 Familienunternehmen, die mehr als 50 Mitarbeitern beschäftigen, zeigt ganz deutlich, dass familiengeführte Unternehmen im Vergleich zu konventionellen Firmen deutlich krisenbeständiger sind. Besonders das Grundvertrauen in eine starke Unternehmenskultur (60%), die hohe Flexibilität (61%) wie auch schnellen Entscheidungswege (63 %) sowie das langfristig ausgelegte Handeln (63%) werden besonders in schwierigen Phasen als die großen Vorteile von Familienunternehmen gesehen. Erstaunlich ist auch die Kapitalkraft der heimischen Familienunternehmen. 64 Prozent der befragten Unternehmen geben an, die aktuellen Maßnahmen zur Corona-Pandemie länger als zehn Wochen überstehen zu können. Dabei ist die aktuelle Führungsgeneration durchaus optimistischer gestimmt als die Nachfolgegeneration.

Familienunternehmen können in der Krise von bestimmten Vorteilen profitieren. (Credit: LGT)
Familienunternehmen können in der Krise von bestimmten Vorteilen profitieren. (Credit: LGT)

Familienunternehmen sehen die Krise als Chance

Fragt man nach den derzeit größten Schwierigkeiten der Unternehmen, um wieder in den normalen Betrieb zu kommen, sind das bei 70 Prozent der befragten Familienbetriebe fehlende bzw. ausbleibende Umsätze sowie eine zu geringe Nachfrage. Nur 13 Prozent aller sehen eine zu starke Krisenstimmung als Problem. Im Gegenteil – für den Großteil ist die Krise eine Chance. Für ein knappes Viertel bedeutet die Krise die Möglichkeit, ihr Unternehmen aus neuen Perspektiven zu betrachten und in Zukunft Dinge anders anzugehen. Prozesse und Abwicklungen werden neu überdacht und der Fokus richtet sich wieder auf das Wesentliche. Zudem rechnen viele der befragten Familienunternehmer mit einer Marktbereinigung und erwarten, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Familienunternehmen haben also viel aus der Krise gelernt. Jedes zweite Unternehmen möchte die Digitalisierung weiter vorantreiben. Dies planen sie künftig in einem flexibleren Umgang mit Homeoffice, der Reduzierung von Dienstreisen sowie dem Ausbau der IT-Infrastruktur zu realisieren. Auch werden von den befragten Unternehmen neue Kommunikations- und Vertriebsstrategien (35%) angedacht beziehungsweise sieht man die Notwendigkeit einer Produktanpassung oder von neuen Produkten (19%). Beachtliche 79 Prozent wollen nun ihre strategische Ausrichtung überprüfen, und 73 Prozent planen einen nachhaltigeren Geschäftsansatz.

Dietmar Baumgartner, Co-CEO der LGT Bank Österreich. „Viele Themen die heute Familienunternehmen beschäftigen, kennen wir aus der Geschichte unserer Eigentümerin, der Fürstlichen Familie von Liechtenstein, die seit 800 Jahren diverse Unternehmen auch durch Krisen erfolgreich gelenkt hat. Unsere Kunden profitieren also nicht nur von unserer Investmentkompetenz, sondern auch vom großen Erfahrungsschatz in herausfordernden Zeiten.“ (Credit Beitragsbild: freepik.com)

Heimische Familienunternehmen ziehen Konsequenzen aus der Krise. (Credit: LGT)
Heimische Familienunternehmen ziehen Konsequenzen aus der Krise. (Credit: LGT)
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