Am 22. August hat die Menschheit weltweit alle natürlichen Ressourcen ausgeschöpft, die unser Planet in einem Jahr regenerieren kann. Die übrigen Tage bis Jahresende leben wir über unsere Verhältnisse. Dieses fragile Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen greift der internationale Earth Overshoot Day auf. Zu diesem Anlass hat das Wiener Green-Tech-Startup refurbed die Kampagne „Brauche ich das wirklich?“ initiiert. Ziel ist dazu anzuregen, Konsumgewohnheiten zu überdenken und dabei sozial zu interagieren. Im Rahmen der Kampagne pflanzt refurbed für jedes Posting und jeden Besucher ihrer Kampagnenseite „www.fix-our-planet.com“ einen Baum – aktuell sind es in Summe bereits mehr als 13.000 Stück.

Gründertrio refurbed (v. l.): Jürgen Riedl, Peter Windischhofer und Kilian Kaminski (Credit: refurbed/Alex Gotter)
Gründertrio refurbed (v. l.): Jürgen Riedl, Peter Windischhofer und Kilian Kaminski (Credit: refurbed/Alex Gotter)

Ein Smartphone aktueller Generation benötigt in der Produktion rund 13.000 Liter Wasser und stößt 79 kg CO2 aus. Das sind Zahlen, die uns vor Augen führen, dass unser Planet mit aktuell rund acht Milliarden Menschen nicht unerschöpflich Ressourcen zur Verfügung stellen kann. Mit dem Aufkommen der COVID-19-Pandemie wurde offenkundig, wie fragil und wenig nachhaltig unser Produktions- und Konsumsystem ist. Nach dem Lockdown und den damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung hat sich der Earth Overshoot Day 2020 erstmals im Vergleich zu den Vorjahren um mehr als drei Wochen nach hinten verschoben – vom 29. Juli auf den 22. August.

 „Das zeigt eine Perspektive auf. Es ist möglich, den Lebensstil und den damit verbundenen Verbrauch der Ressourcen unseres Planeten zu verändern. Jeder Einzelne von uns ist aufgerufen, sein Konsumverhalten zu überprüfen und zu überdenken. Bei refurbed sind wir jedenfalls davon überzeugt, dass technologischer Fortschritt in Kombination mit Nachhaltigkeit nicht nur möglich, sondern notwendig ist“, sagt Peter Windischhofer, Mitgründer von refurbed. Aus diesem Grund hat refurbed mit der sozialen Kampagne „Brauche ich das wirklich?“ dieses wichtige Anliegen adressiert. Die Absicht dahinter: Aufzeigen, dass die Kaufentscheidung jedes Individuums globale Auswirkung hat und den Earth Overshoot Day damit in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Weiters soll vermittelt werden, dass die Verschwendung nicht erneuerbarer Ressourcen und der Schutz des Ökosystems im Blick behalten werden müssen.

Die neue Refurbed-Kampagne (Credit: refurbed)
Die neue Refurbed-Kampagne (Credit: refurbed)

FixOurPlanet

Sowohl in Österreich, als auch in Deutschland und Italien ist die Kampagne aktiv. In Berlin hat refurbed zudem einen Pop-up-Store eingerichtet, in dem es nicht möglich ist, etwas zu kaufen, und folgt damit dem „Don’t buy“-Prinzip. Auf Instagram wurden Ad-hoc-Seiten erstellt, um jene Wassermenge zu veranschaulichen, die für die Herstellung bestimmter Produkte und Lebensmittel (@smartphone.in.waterbottles, @avocado.in.watterbottles, @burger.in.waterbottles, @jeans.in.watterbottles) aufgewendet wird.

Im Zuge der Kampagne pflanzt refurbed für jeden Post, der mit #FixOurPlanet getaggt wird, einen Baum. Zudem haben Interessierte auf der eigens kreierten Website www.fix-our-planet.com die Möglichkeit, sich gegen Konsum und für einen Baum zu entscheiden. Gemeinsam mit 30 Influencern aus den Bereichen Mode, Sport, Reisen, Nachhaltigkeit und Lifestyle, die ebenfalls über ihre Community Bäume sammeln – jeder Swipe-Up zählt – sind binnen 15 Tagen bereits mehr als 13.000 Bäume zusammengekommen.

Wie neu, nur besser

Die Kampagne ist ein Beleg für das Bestreben von refurbed, zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen. „Ziel der Kampagne ist die allgemeine Eindämmung des Konsums. Wenn dennoch Produkte gekauft werden, dann sollte die Entscheidung für den Kauf auf nachhaltige Alternativen fallen, wie beispielsweise refurbed™ Geräte, also vollständig erneuerte Elektronikgeräte. Diese ermöglichen es nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch die Menge an Elektroschrott und Wasserverschwendung zu reduzieren. Und das ohne gleichzeitig auf Ästhetik, Funktionalität und Komfort verzichten zu müssen. Am Ende des Tages zählt jeder einzelne Baum, den wir gemeinsam pflanzen können“, so Windischhofer.

(Beitragsbild – Credit: refurbed)

 

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