Elektromobilität und autonomes Fahren sind unaufhaltsam. Doch Künstliche Intelligenz, Big Data, Konnektivität und Virtual Reality sind Technologien, die nicht nur den Wandel der Mobilität, sondern ganzer Industrien und ihrer Produktentwicklungszyklen rasant beschleunigen. Die Folge: Bis 2030 wird sich der Elektronik-und Software-Anteil bei elektrobetriebenen autonomen Fahrzeugen bis hin zu den einfachsten Konsumgüterprodukten stark erhöhen. Diese Elektronik-Explosion stellt Unternehmen vor erhebliche technologische Herausforderungen.

Friedrich Nachtmann, COO (©AKKA)

Wer zu den Gewinnern gehören und seine unternehmerische Existenz absichern möchte, muss ehest möglich auf innovative und intelligente Elektronik- und Software-Lösungen setzen. Hierfür benötigen Betriebe starke Engineering-Partner wie AKKA, um den Wandel der Mobilität erfolgreich gestalten und innovative technologische Entwicklungen in kürzester Zeit umsetzen zu können. Als führender Engineering-Dienstleister und Technologieberater mit Standorten in Graz und Linz unterstützt AKKA Austria Unternehmen in der Automobil-, Konsumgüter- und Transportbranche auf den Gebieten Innovation, Produktentwicklung und Betriebsunterstützung. Im Interview erzählen Friedrich Nachtmann, COO, und Michael Sinnl, Director Business Development bei AKKA Austria, wo Österreich im Kontext des neuen Mobilitätsparadigmas einzuordnen ist, wie Unternehmen zukunftsfit für die neue Mobilität werden und Innovationen erfolgreich vorantreiben können.

Michael Sinnl, Director Business Development (©AKKA)

Die Automobilindustrie befindet sich im Wandel. Wo steht Österreich im Kontext der neuen Mobilität?

In unserer vernetzten Gesellschaft entsteht ein neues Mobilitätsparadigma. Elektromobilität und autonomes Fahren sind unaufhaltsam und prägen zunehmend unsere Mobilität. Zudem zeichnet sich autonomes Fahren bereits deutlich ab. Als Vorreiter gelten vor allem Asien und die USA, wo selbstfahrende Fahrzeuge in nur wenigen Jahren ein selbstverständlicher Bestandteil des mobilen Alltags sein werden. Auch in Deutschland finden intensive Bestrebungen für automatisiertes Fahren statt. Bei unseren direkten Nachbarn in Bayern gibt es beispielsweise eine Teststrecke für Linienverkehre im öffentlichen Nahverkehr in Innenstadtbereichen. Bereits jetzt erfolgen in den USA rund 10% der Fahrleistungen im Dienstfahrzeugverkehr komplett ohne Fahrer. In Österreich sind selbstfahrende Autos bislang nur auf Testrecken unterwegs, wie beispielswese in der steirischen Vorreiter-Testregion Alplab. Was hierzulande bereits gelebte Realität ist, ist teilautomatisiertes Fahren auf Level 2. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Assistenzsysteme wie der Spurhalte- und Überholassistent, die ohne Zutun des Fahrers ausgeführt werden. Technisch gesehen wäre autonomes Fahren auf Level 5 in Österreich machbar. Allerdings gelten hierzulande strengere regulatorische Bedingungen, was diese technologische Entwicklung noch von ihrem Durchbruch abhält.

Welche Herausforderungen gehen mit der neuen Mobilität für Unternehmen einher?

Elektrisch betriebene autonome Fahrzeuge sind auf KI angewiesen und weisen daher einen viel höheren Elektronik- und Softwareanteil auf als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Zwischen 1985 und 2020, also in 35 Jahren, ist der Elektronik-Anteil in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren von 3% auf 30% angestiegen. Bei den nun kommenden Elektrofahrzeugen mit dem Feature für autonomes Fahren wird dieser Anteil auf bis zu 70% emporschießen. Bis 2030 steht Unternehmen also ein rasanter Wandel bevor, der viele Herausforderungen mit sich bringt. Allein der technische Aufwand ist bei einem vollautonomen Fahrzeug in etwa um das zehnfache höher als bei einem herkömmlichen Fahrzeug. So benötigt ein autonomes Fahrzeug beispielsweise ganze 40 Sensoren und Scanner, während ein Fahrzeug ohne solche weitreichenden Assistenzsysteme schon mit 15 Sensoren auskommt. Die Komplexität der vernetzten Systeme und die qualitätssteigernden Maßnahmen nehmen dadurch erheblich zu. Zudem kommt es zu einer Verschiebung in der gesamten Wertschöpfung. Rund ein Drittel der Wertschöpfung ist zunehmend softwaregetrieben. Die Herausforderung für Unternehmen liegt vor allem darin, intelligente und innovative Elektronik- und Softwarelösungen in kürzester Zeit auf Fahrzeuge zu übertragen. Für viele Automobilhersteller und Zulieferer wird es in der kurzen Zeit bis 2030 kaum möglich sein, sich die notwendige Expertise vollumfänglich im Bereich Elektronik selbst abzudecken, die es für solch hochkomplexe Systeme braucht. Als führender, unabhängiger Elektronik-Ingenieurdienstleister unterstützen wir österreichische Fahrzeughersteller und Zulieferanten mit leistungsstarken Innovationen und Implementierungen, genau diese Explosion an Elektronik- und Software-Entwicklungen zu stemmen. Damit können heimische Unternehmen weiterhin innovativ sowie zukunftssicher sein und zudem werden wertvolle Arbeitsplätze in Österreich erhalten und weitere geschaffen. Wir arbeiten nicht als System-Erhalter, wir arbeiten an der Zukunft unsere Mobilität und es ist – und das darf ich als Fahrzeugbauer und Umwelttechniker sagen – unser wesentlicher Beitrag am Klimaschutz, dass wir diese Mobilität sauberer machen, unabhängig von der von unseren Kunden gewünschten oder geforderten Antriebstechnologien. Das ist nicht nur Gewissensberuhigung, das ist proaktive, positive Gestaltung einer besseren Zukunft.

Welche Branchen müssen sich noch auf diesen enormen Elektronik-Anstieg einstellen?

Das Knowhow von hochsicherer, zuverlässiger und langlebiger Fahrzeug-Elektronik wird auch verstärkt in anderen Bereichen gefragt, wie beispielsweise in der Haustechnik. Hier kooperieren wir auch mit lokalen Fertigungsunternehmen, so dass wir unseren Kunden Serien-Lieferpakete anbieten können. Die einfachsten Produkte wie Kaffeemaschinen oder Schalungsplatten werden zukünftig einen viel höheren Anteil an Elektronikkomponenten aufweisen. Unternehmen müssen sich bereits jetzt die Frage stellen, wie sie sich dem bis 2030 zu erwartenden Elektronik-Boom stellen können.

Wie können Unternehmen den Wandel zur neuen Mobilität erfolgreich gestalten und zukunftssichere Innovationen umsetzen?

Die Umsetzung erfolgreicher Innovationen basiert auf einem ausgeprägten Geschäftsinteresse – das Bestreben, den eigenen Erfolg maßgeblich vorantreiben zu wollen. Doch oftmals fehlen den Unternehmen die notwendigen Kompetenzen und Ressourcen, um innovative Technologien und Produkte überhaupt zu kreieren. In diesem Fall erweist sich Outsourcing als wahrer Erfolgsfaktor für Innovationen. Unternehmen sollten ihr fehlendes Knowhow analysieren und durch externe Dienstleister ausgleichen – je eher desto besser. Oftmals wird in kurzer Zeit ein neues, komplexes System für ein bestimmtes Produkt benötigt. Engineering-Dienstleister wie AKKA entwickeln in kürzester Zeit genau dieses innovative System, sodass Unternehmen mit dem Produkt nur noch auf den Markt gehen müssen und sich anschließend wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. So können Unternehmen einen Innovations- und Wettbewerbsvorsprung realisieren und ihre Zukunft absichern. Wir verstehen uns als Innovator und identifizieren sowie entwickeln die Technik und Prozesse der Zukunft auf Grundlage neuer Technologien, die Lösungen in den Bereichen Design, Test, Industrialisierung und Produktion unterstützen. Als Engineering- und Technologieanbieter übernehmen wir eine Schlüsselrolle in allen relevanten Engineering-Dienstleistungen wie in der Hard- und Software-Entwicklung sowie in den Bereichen Fahrzeug-Engineering, Prozess- und Projektmanagement und IT-Entwicklung. Dabei können wir auf ein sehr breites, branchenübergreifendes Wissen und jahrzehntelange Erfahrung setzen. Wir verfügen zudem über ein eigenes internes Engineering Center, sind gemäß ISO 9001, 14001 und 27001 zertifiziert und haben eigene spezielle Teams zur Qualitätskontrolle und -beurteilung. Wir unterstützen Unternehmen über den gesamten Produktentwicklungsprozess hinweg und können auch in anspruchsvolle, bereits laufende Projekte einsteigen und eine perfekte technologische Lösung anbieten. Schon bei einem unverbindlichen Erstgespräch können wir jedem Unternehmen seine individuellen technologischen Potenziale aufzeigen.

Worauf müssen KMU besonders achten, um die neue Mobilität erfolgreich zu meistern?

KMU müssen rechtzeitig den Übergang in die neue Welt der Mobilität schaffen und sich mit den richtigen Innovationen, ihre unternehmerische Zukunft sichern. Dabei ist es vor allem wichtig zu erkennen, dass man innovative Technologien nicht zwangsläufig selbst entwickeln muss. Oftmals fehlen kleineren Betrieben die Ressourcen dafür. Hier können KMU von Großbetrieben einiges lernen, die ihre kreativen Prozesses, die Entwicklungsleistung und häufig auch ihr ganzes Innovationsmanagement auslagern. Mit einem starken Engineering-Partner wie AKKA Technologies können auch KMU zum erfolgreichen Innovationsmotor und Technologieführer werden und von den Erfahrungen, die wir mit den großen Unternehmen der Branchen machen, profitieren.

Wie sieht eine erfolgreiche Lösung von AKKA Technologies in der Praxis aus? 

Unsere innovativen Elektronik- und Software-Lösungen kommen vor allem bei führenden österreichischen und internationalen Unternehmen aus der Automobil-, Konsumgüter- und Transportbranche zum Einsatz. Wir unterstützen bei der Entwicklung ihrer Produkte, Bereitstellung ihrer digitalen Dienstleistungen, Optimierung ihrer Leistung und Beschleunigung ihrer Innovationen. So haben wir beispielsweise ein komplettes, hochinnovatives Steuergerät für einen führenden deutschen OEM entwickelt. Damit wurde nicht nur Innovationskraft aus Österreich exportiert, sondern auch Arbeitsplätze in Graz geschaffen, die sonst abgewandert wären. Eines unserer innovativsten Projekte war die Entwicklung eines komplexen Telematik-Systems für einen führenden österreichischen Automobilzulieferer, um Fahrzeuge mit mobilen Endgeräten verbinden zu können. Dadurch können technische Vorgänge und Features des Fahrzeuges in Echtzeit direkt am Smartphone oder Tablet des Kunden zu Demonstrations- und Vermarktungszwecken visualisiert werden. Mit diesem innovativen System konnten wir dank unserem branchenübergreifenden Knowhow einen echten Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Was zeichnet AKKA Technologies als Arbeitgeber aus?

Bei uns haben Talente die Chance, in einem wachstumsorientierten Unternehmen nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu wachsen und an den innovativsten und spannendsten Themen der Zukunft zu arbeiten. Vor allem im Bereich der elektronischen Softwareentwicklung tun sich immer wieder neue Geschäftsmodelle und somit auch interessante Arbeitsfelder auf, die viele junge Personen oft gar nicht kennen. Deshalb fördern wir junge Talente gezielt. Wir sind sehr gut mit Universitäten und Hochschulen vernetzt, um bereits frühzeitig mit angehenden Absolventen im Rahmen von Masterarbeiten zusammenzuarbeiten. Zudem haben wir auch mit anderen Industriepartnern das Curriculum des Masterlehrgangs „System Test Engineering“ an der FH JOANNEUM Graz mitgestaltet, damit Studierende auch tatsächlich die Kompetenzen erwerben, die in Zukunft benötigt werden.

Über AKKA Technologies & AKKA Austria

Mit rund 21.000 qualifizierten Mitarbeitern und einer soliden Präsenz in Europa, Asien und Amerika zählt die AKKA Group zu den führenden internationalen Entwicklungspartnern. Als Engineering-Dienstleister und Technologieberater mit Standorten in Graz und Linz bietet AKKA Austria erstklassige Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen und unterstützt Unternehmen aus der Automobil-, Konsumgüter- und Transportbranche auf den Gebieten Innovation, Produktentwicklung und Betriebsunterstützung. Angetrieben durch Innovationsfreude und Leidenschaft für Technologien, kombiniert die AKKA Group Unternehmergeist mit visionärer Stärke.

Weitere Informationen unter: www.akka-technologies.com

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit AKKA Austria. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Wirtschaftsinsider.

(Beitragsbild – Fotohinweis: Adobe Stock)

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