Mit über 418 Millionen Einwohnern ist Lateinamerika ein großer Markt, der mit der EU durch mehrere Handelsabkommen verknüpft ist. Eines der wirtschaftlich interessantesten Länder ist Mexiko. Dies nutzen auch steirische Unternehmen sehr erfolgreich, wie etwa Wollsdorf Leder. Das Familienunternehmen ist weltweit führender Produzent von Lenkradleder und profitiert in Mexiko vor allem von der steigenden Nachfrage der Automobilindustrie.

Mehr als 30 Millionen Arbeitsplätze hängen in Europa vom Export in Länder außerhalb der EU ab. „Als Gegenpol zur protektionistischen Wirtschaftspolitik der USA steht die EU für freien, fairen und nachhaltigen Handel. Ziel der EU ist es, weltweit ein Netzwerk von Abkommen zum freien Waren- und Dienstleistungsverkehr zu spannen.“, so Dr. Johann Sollgruber, Berater in Handelsfragen, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Vor allem Mexiko ist als viertgrößter Autoexporteur der Welt ein attraktiver Zielmarkt – auch für Unternehmen des steirischen Autoclusters und Zulieferbetriebe. „Die Steiermark ist ein Exportbundesland. Es ist daher essenziell, dass heimische Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf ausländischen Märkten punkten.“, erklärt Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Aufsichtsratsvorsitzender der Internationalisierungscenter Steiermark GmbH; Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin Steiermark für Wirtschaft Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung; Andreas Kindermann, CEO Wollsdorf Lederr; Johann Sollgruber, Berater in Handelsfragen, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich (v.l.n.r.)
Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Aufsichtsratsvorsitzender der Internationalisierungscenter Steiermark GmbH; Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin Steiermark für Wirtschaft Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung; Andreas Kindermann, CEO Wollsdorf Lederr; Johann Sollgruber, Berater in Handelsfragen, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich (v.l.n.r.)

Steiermark: wirtschaftliches Wachstum durch Export

Durch Export werden in Österreich sechs von zehn Euro erwirtschaftet und jeder zweite heimische Arbeitsplatz gesichert. Ohne Export könnten sich zahlreiche österreichische Unternehmen – ein Großteil davon sind KMU – nicht so positiv weiterentwickeln. Mit Mexiko als wichtigstem Handelspartner in Lateinamerika hat die steirische Wirtschaft einen großen Markt erschlossen. Getrieben vom Boom in der mexikanischen Automobilindustrie und von der Nachfrage durch andere in Mexiko angesiedelte Lohnfertigungsunternehmen ist das Land ein hochinteressanter Absatzmarkt für alle technologieorientierten Unternehmen. Maschinen, Industrieanlagen und Zulieferteile sind besonders gefragt. Sehr gute Chancen gibt es aber auch im Bereich Infrastruktur – etwa dem Bereich ‚Smart Cities‘ – bei Energie und Umwelt sowie – in kleinen Nischen – für hochwertige Konsumgüter. Von einem „Perfect Match“ für die steirischen Exportbetriebe spricht Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Aufsichtsratsvorsitzender der Internationalisierungscenter Steiermark GmbH.

Das oststeirische Unternehmen Wollsdorf Leder mit CEO Andreas Kindermann ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass offene internationale Handelspolitik zu einem weltweiten Erfolg beitragen kann.
Das oststeirische Unternehmen Wollsdorf Leder mit CEO Andreas Kindermann ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass
offene internationale Handelspolitik zu einem weltweiten Erfolg beitragen kann.
Aufgrund seiner starken Automobilindustrie ist Mexiko ein wichtiger Kernmarkt für Wollsdorf Leder.
Aufgrund seiner starken Automobilindustrie ist Mexiko ein
wichtiger Kernmarkt für Wollsdorf Leder.

Wollsdorf Leder: Exporterfolg aus der Steiermark

Ein ebensolches „Perfect Match“ stellt das Weizer Unternehmen Wollsdorf Leder dar: Der Hersteller von Premium-Spezialleder für die Auto-, Möbel- und Flugzeugindustrie exportiert 90% seiner Artikel. „Wollsdorf ist Export-Weltmeister und liefert seit vielen Jahren erfolgreich Leder in viele Länder. Mit unserer hohen Exportquote wäre der Standort in Österreich ohne Handelsabkommen und freien Markt nicht so erfolgreich.“, so Andreas Kindermann, CEO der Wollsdorf Leder GesmbH. Derzeit sind 1200 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, 740 davon in Österreich – für Ende des Jahres ist jedoch die Fertigstellung eines zusätzlichen Produktionsstandortes mit bis zu 500 Mitarbeitern in León/Mexiko geplant.

Auch viele andere Produkte aus der Steiermark wie Maschinenteile, Messgeräte, u.a. sind in Mexiko sehr gefragt: Die Exporte von steirischen Unternehmen nach Mexiko betrugen 2016 mehr als 100 Millionen Euro und nehmen kontinuierlich zu.

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