Der österreichische Hörakustikspezialist Neuroth steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen europaweiten Umsatz auf 134,5 Millionen Euro. Um weiter kontinuierlich zu wachsen, werden neue Fachkräfte für die Akustiker-Lehre auf zweitem Bildungsweg gesucht – gezielt auch ältere Arbeitnehmer.

Vor der Fertigung werden die Hörgeräte im Technik- und Logistikcenter von Neuroth im Schwarzautal digital modelliert. (Credit: Lukas Ilgner)
Vor der Fertigung werden die Hörgeräte im Technik- und Logistikcenter von Neuroth im Schwarzautal digital modelliert. (Credit: Lukas Ilgner)

Österreichs führender Hörakustiker zog kürzlich positive Bilanz über das abgelaufene Wirtschaftsjahr: So konnte die Neuroth-Gruppe ihren europaweiten Umsatz auf 134,5 Millionen Euro erhöhen – das entspricht einem Plus von rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (132 Mio. Euro). „Wir freuen uns über die Fortsetzung unserer positiven Umsatzentwicklung. Ziel ist es, unsere führende Marktposition als unabhängiger Hörgeräte-Retailer weiter zu stärken“, sagt Neuroth-Vorstandsvorsitzender Lukas Schinko, der das steirische Familienunternehmen bereits in vierter Generation leitet. In Österreich wurde die Anzahl der Neuroth-Fachinstitute im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2017/2018 erstmals auf über 130 erhöht. Europaweit beschäftigt die Neuroth-Gruppe rund 1.200 Mitarbeiter an über 240 Standorten.

Leitet das steirische Familienunternehmen erfolgreich in vierter Generation: Neuroth-CEO Lukas Schinko (Credit: Neuroth)
Leitet das steirische Familienunternehmen erfolgreich in vierter Generation: Neuroth-CEO Lukas Schinko (Credit: Neuroth)

Hörgeräte-Trends: „Immer kleiner und smarter“

Vor allem eines macht sich laut Schinko in der Hörgeräte-Branche bemerkbar: „Der Trend lautet: immer kleiner und smarter.“ So steigt insbesondere die Nachfrage nach Im-Ohr-Hörgeräten – der kleinsten Hörgeräte-Bauweise. Technologisch entwickelt sich der Markt außerdem sehr schnell weiter: „Die neuesten Hörgeräte werden nicht nur mit Akku betrieben, sondern lassen sich z.B. mittels Bluetooth problemlos mit dem Smartphone und Fernseher verbinden. Man bekommt den Ton direkt ins Hörgerät gestreamt“, sagt Schinko.

Moderne Hörgeräte sind besonders klein und unauffällig (Credit: Neuroth)
Moderne Hörgeräte sind besonders klein und unauffällig (Credit: Neuroth)

Akustiker gesucht: Neuroth setzt gezielt auch auf ältere Arbeitnehmer

Für die optimale individuelle Anpassung von Hörgeräten sorgen erfahrene Hörakustiker. „Um weiter kontinuierlich zu wachsen, suchen wir laufend neue Fachkräfte, die bei uns die Lehre zum Hörakustiker auf dem zweiten Bildungsweg machen. Wir sprechen gezielt auch ältere Arbeitnehmer an, die sich umorientieren wollen und einen Beruf in einer zukunftssicheren Branche suchen“, sagt Schinko. Denn Lebenserfahrung und Einfühlungsvermögen seien bei der Hörgeräte-Versorgung besonders wichtig, um älteren Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. Die duale Ausbildung zum Hörakustiker dauert 18 Monate und erfolgt in erster Linie sehr praxisorientiert in einem Neuroth-Fachinstitut sowie der hauseigenen Akademie im steirischen Gleisdorf.

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