Bitte gut anschnallen, denn es geht in luftige Höhen: Denn Messtechnologien des steirischen Unternehmens Dewesoft werden regelmäßig für die Weltraumforschung eingesetzt. Insbesondere die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA vertraut auf das Kumberger Topunternehmen – auch in einem aktuellen Großvorhaben: Konkret soll die steirische Messtechnologie das NASA-Ticket auf Mars und Mond werden.

Schon in vorangegangenen NASA-Projekten war Herbert Wernigg, Chefin von Dewesoft, mit Kumberger Know-how mit an Bord. (Credit: Dewesoft)
Schon in vorangegangenen NASA-Projekten war Herbert Wernigg, Chefin von Dewesoft, mit Kumberger Know-how mit an Bord. (Credit: Dewesoft)

Knapp 100 Meter Länge und bis zu 130 Tonnen: Anhand dieser Dimensionen würde man niemals an die Raumfahrt denken – und dennoch: Die gigantische Großrakete „Space Launch Systems“ der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA soll die Menschen ins Weltall schießen. Die erste Mission des „Kolosses“ ist bereits für 2020 angesetzt – insgesamt belaufen sich die Kosten für die Entwicklung auf 12,2 Milliarden Euro. Also schon in zwei Jahren soll konkret eine Orion-Kapsel auf die Reise zum Mond geschickt werden, der Mars soll einige Jahre später folgen. Das Ticket für die Reise zu den Sternen löst ein steirisches Paradeunternehmen: Mit Dewesoft greift die NASA gemeinsam mit einem Kumberger Messtechnik-Spezialisten nach den Sternen. Die Steirer entwickeln und produzieren vielseitige und einfach zu bedienende Datenerfassungssysteme, also Hard- und Software für Mess- und Testingenieure.

Messtechnologien für Analysen
Heißt konkret: „Mit unseren Messsystemen lassen sich elektrische Signale sehr rasch und präzise erfassen. Ob dabei ein Signal von einem GPS Sensor, Temperatursensor, einem Dehnmessstreifen, Drucksensor oder sonstiger Quelle generiert wird, spielt keine Rolle. Unsere Technologie rechnet die elektrischen Größe auf Basis komplexer Mathematik in Kenngrößen wie Temperatur, Weg, Druck oder Beschleunigung um“, erklärt Herbert Wernigg, Chef des 2000 gegründeten 150-köpfigen Unternehmens. Auch im aktuellen NASA-Großvorhaben werden relevante Datenströme mit der Messtechnologien des Unternehmens erfasst. „Diese stellen damit die Basis für weiterführende Analysen und Entwicklungen dar“, betont Wernigg.

Die steirischen Messsysteme verwandeln unterschiedlichste Signale in auswertbare Größen wie Temperatur, Vibration und Druck. (Credit: Dewesoft)
Die steirischen Messsysteme verwandeln unterschiedlichste Signale in auswertbare Größen wie Temperatur, Vibration und Druck. (Credit: Dewesoft)

Weltraumerprobt
Das Dewesoft-Engagement im Orbit ist nicht gänzlich neu – schon in der Vergangenheit setzten die US-Weltraumstürmer auf das steirische Know-how: So avancierte die Dewesoft-Software auch schon in den letzten Jahren zum Herzstück von zahlreichen NASA-Raketenflugtests – wie beispielsweise „Ares I“. Dabei wurden mit einer einzigen Messeinheit über 2.000 Parameter durch Dewesoft verarbeitet. Ähnliches gilt für das Programm der europäischen Weltraumagentur ESA, wo Kumberger Technologien ebenfalls mit an Bord waren.

 

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