Die Kraft von 106 Events mit 400 nationalen und internationalen Labels an 30 Tagen – das ist in Zahlen gefasst der Designmonat Graz 2019, der am 10. Mai eröffnet wird. Dahinter steht jedoch viel mehr. Etwa eine Auswahl der besten Poster, die den Tod von einer humorvollen Seite aufgreifen, eine internationale Fachkonferenz vom International Council of Design (ico-D), eine Ausstellung, die wie ein weltweiter Marktplatz Designprodukte aus sieben UNESCO Cities of Design zeigt und ein interessanter Austausch mit der inspirierenden UNESCO City of Design Istanbul, der die Mur für drei Tage in den Bosporus verwandelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei heuer auf Frauen & Design.

Vom 11. Mai bis 9. Juni 2019 fokussiert sich das internationale Design-Interesse erneut auf Graz. Einmal mehr lädt der Designmonat Graz dazu ein, sich mit guter, intelligenter und nachhaltiger Gestaltung auseinanderzusetzen. Denn Design will nicht oberflächlich glänzen, sondern in die Tiefe gehen. Den Beweis tritt das Festival mit steirischen Designzugängen und Gästen von Istanbul über Saint-Étienne bis zu Mexiko City und Puebla an. Gemeinsam mit Internationalität und Vielseitigkeit bilden sie die Eckpfeiler für das umfangreiche Programm mit 106 Events. 30 Tage lang bündelt Graz als Hot Spot in Sachen gutes Design seine kreative Schlagkraft.

(v.l.) Eberhard Schrempf (Geschäftsführer Creative Industries Styria), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Bürgermeister Siegfried Nagl vor der Posterausstellung „To Death with a Smile“ im Lesliehof, zu sehen im diesjährigen Designmonat Graz. (Credit: Lunghammer)
(v.l.) Eberhard Schrempf (Geschäftsführer Creative Industries Styria), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Bürgermeister Siegfried Nagl vor der Posterausstellung „To Death with a Smile“ im Lesliehof, zu sehen im diesjährigen Designmonat Graz. (Credit: Lunghammer)

Unkonventionelle Ideen

Im Netzwerk der UNESCO Creative Cities genießt Graz ja einen guten Ruf als unkonventionelle Ideengeberin und hervorragende Netzwerkerin. Das ist im Designmonat Graz überall sicht- und spürbar – so haben zwei der aktivsten Cities, Graz und Montreal, das Format der „World Wide Things“ entwickelt, um den Austausch zwischen den Städten zu beschleunigen, und Istanbul, Mexiko City, Singapur und viele andere sind aktiv ins Programm eingebunden.  Zentrum des Designmonat Graz ist das Herz der Stadt: Prägende Programmpunkte wie die Poster-Ausstellung „To Death with a Smile“ werden im Joanneumsviertel präsentiert. Die Ausstellung „World Wide Things Collection“ findet in der Neuen Galerie ihre reale Niederlassung und auch die „Village Chairs“ des Architekten und Designers Carlo Malerba aus der UNESCO City of Design Turin sind hier zu sehen. Die „Istanbul Design Collection“ schlägt ihre Zelte im designforum Steiermark auf und die Murinsel wird zur Bühne für die Kooperation mit Istanbul).

Internationale Sichtbarkeit

„Die Steiermark zählt nicht nur zu den innovativsten Regionen Europas, sie ist auch für ihre herausragende Kreativwirtschaft weit über die Grenzen hinaus bekannt. Diese internationale Sichtbarkeit wird insbesondere durch den Designmonat Graz erzeugt. Ein Monat lang wird dabei das Thema Design in vielfältiger Art und Weise einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht, etwa durch die Beteiligung von 37 Grazer Innenstadtbetrieben. Besonders freut mich, dass heuer Frauen und ihre Herangehensweise an Designprozesse im Vordergrund stehen“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Aktiver Partner im UNESCO-Netzwerk

Stolz auf die innovativen und kreativen Seiten von Graz: Siegfried Nagl, Barbara Eibinger-Miedl und Eberhard Schrempf. (Credit: Lunghammer)

„Graz hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als internationale Kreativstadt erarbeitet und ist ein starker Partner im Netzwerk der UNESCO Creative Cities. Das ist das Ergebnis einer intensiven Vernetzungsarbeit, die alljährlich im Designmonat Graz sichtbar wird. Wenn auch heuer wieder Gäste aus aller Welt in Graz zu Gast sind, dann erwartet sie nicht nur ein spannendes Programm, sondern auch eine moderne Metropole, geprägt von Toleranz und Respekt sowie von Vielfalt und Diversität“, so Bürgermeister Siegfried Nagl.

Traditionelle Positionen hinterfragen

„Mit dem Programmfokus „Frauen & Design“ schafft der Designmonat Graz eine Plattform, um sich mit den komplexen Zusammenhängen des Themas im Kontext von Design auseinanderzusetzen, traditionelle Positionen zu hinterfragen und standhafte Meinungszementierungen aufzubrechen“, so Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria und Veranstalter des Designmonat Graz. „Was Design sicherlich nicht will, sind Stereotype. Sie bleiben in der belanglosen, mittelmäßigen Oberflächlichkeit verhaftet. Design hingegen geht in die Tiefe.“

Gastgeber für die ico-D Fachkonferenz

Im Rahmen des Designmonat ist Graz Host für eine hochkarätige Fachkonferenz: Das international Council of Design (ico-D) ist die internationale Dachorganisation, die sich aus Designerinnen und Designern, nationalen Designverbänden und DesignBildungseinrichtungen zusammensetzt. Im Mai fungieren die Creative Industries Styria und Graz als UNESCO City of Design als Gastgeberinnen für das Special Meeting, das die internationale Design-Community stärkt und die Zusammenarbeit zwischen den Entitäten unterstützt.

Frauen & Design

Einen inhaltlichen Anker im Designmonat Graz 2019 bildet das Thema „Frauen & Design“. Der Fokus liegt dabei auf der Reflexion darüber, welche Klischees bei diesem Thema immer noch transportiert werden, wie die Geschlechterrollen im Design-Business verteilt sind und wie man aus diesen konservativen Vorstellungen endlich ausbrechen könnte.

Load More In Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Check Also

AUTstanding: 56 Projekte beim größten unabhängigen Matura-Wettbewerb Österreichs

Zum ersten Mal wurde der neue HTL-Wettbewerb AUTstanding durchgeführt – und erwies sich gl…