Mehr als 65 Millionen Euro hat die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei (MFL) in den letzten Jahren in den Standort investiert. Im heurigen 25. Jubiläumsjahr verschreibt sich der Traditionsbetrieb einmal mehr dem Ennstal: 2019 fließen wiederum mehr als fünf Millionen in den Standort Liezen, wo man sich mit gezielten Impulsen zum internationalen Technologie-Unternehmen entwickelt hat. Unterstützung kommt nun auch von einer Weltmeisterin.

Lenkt den Traditionsbetrieb: Geschäftsführer Herbert Decker (Credit: MFL)
Lenkt den Traditionsbetrieb: Geschäftsführer Herbert Decker (Credit: MFL)

Es ist ein symbolisches Ziel, das sich die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei zum Jubiläumstag ausgesucht hat: Die Belegschaft des Ennstaler Vorzeigebetriebs zieht es anlässlich des 25. Geburtstags an die Spitze. „Wir haben unsere 800 Mitarbeiter mit ihren Familien dazu eingeladen, diesen Tag im Nationalpark Gesäuse  auf den Johnsbacher Almen gemeinsam zu verbringen. Damit wollen wir den Teamgeist für die nächsten Herausforderungen stärken – und ein Stück weit auch unsere Verbundenheit mit dem Standort unter Beweis stellen“, erklärt Herbert Decker, Geschäftsführer des Traditionsbetriebs, dessen Standort-Wurzeln sogar auf das Jahr 1939 zurückgehen. Die Verbundenheit der MFL mit dem Ennstal ist mehr als ein Lippenbekenntnis: Rund 65 Millionen Euro sind seit der Übernahme 1994 durch die jetzigen Eigentümer in den Wirtschaftsstandort Liezen geflossen. „Vom Malermeister über den Spengler bis hin zum regionalen Installateur: Wir versuchen gezielt, heimische Wertschöpfung zu generieren“, betont MFL-Geschäftsführer Decker. Nur als Anhaltspunkt: In etwa jeder vierte investierte Euro der MFL bleibt in der Region.

 Aufstieg zum „Global Player“

Ennstaler Geschäftsführer-Trio: Herbert Decker, Reinhard Haider und Wolfgang Haindl (v. l.) (Credit: MFL)
Ennstaler Geschäftsführer-Trio: Herbert Decker, Reinhard Haider und Wolfgang Haindl (v. l.) (Credit: MFL)

Das Ennstaler „Investitions-Stakkato“ verstummt auch im Jubiläumsjahr nicht: Insgesamt werden heuer am Standort Maßnahmen im Ausmaß von 5,5 Millionen Euro ergriffen. Der Großteil davon fließt in wichtige Instandhaltungsmaßnahmen und neue Anlagen. Darüber hinaus wird mit gezielten Impulsen die Wandlung hin zum internationalen Technologie-Vorreiter weiter vorangetrieben: „Die MFL ist mittlerweile ein wichtiger, global agierender Technologie-Partner – vor allem in den Bereichen Schienen- und Bahnsysteme sowie Metallbearbeitung“, unterstreicht Decker. Die Kompetenzen dazu liefern die Gießerei, der Maschinenbau und die neu geschaffene Abteilung Technologies: Letztere entwickelt fertige Produktlösungen auf Basis der Anforderungen des internationalen Marktes. Mehr als 75 Prozent der MFL-Erzeugnisse wandern bereits in den Weltmarkt. „Die stark globalisierte Welt erhöht aber auch den Preis- und Innovationsdruck. Wir stehen in einem hochkonkurrierenden Umfeld. Wir haben in der Vergangenheit keine Angst vor Veränderungen gehabt – und werden auch künftig strategische Weichenstellungen vornehmen, sofern sie für die Zukunftssicherheit des Standorts entscheidend sind“, erklärt Decker.

 Weltmeisterliche Unterstützung

Wichtiger strategischer Eckpfeiler des Liezener Technologieunternehmens bleibt auch künftig die Lehrlingsausbildung: Mehr als 300 Jugendliche haben bereits eine MFL-Lehre absolviert – über 75 Prozent davon sind nach wie vor im Unternehmen. „Das spricht für die hochqualitative Ausbildung sowie die Verbundenheit mit unserem Betrieb“, sagt Decker. Lehrlinge und Mitarbeiter bekommen indes bei der Alm-Wanderung prominente Unterstützung: Kathrin Zettel, Weltmeisterin in der alpinen Superkombination von 2009, steht in Fitness- und Bergthemen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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