Die Instandhaltungslösungen der steirischen BOOM Software sind weltweit im Einsatz: Durch einen exklusiven Kooperationsvertrag mit einem global führenden Anlagenbauer werden die Südsteirer schrittweise Stahlwerke über die ganze Welt digitalisieren. Der Startschuss für den Serienauftrag ist bereits im brasilianischen Rio de Janeiro gefallen.

 Die Softwareprodukte von BOOM erhöhen die Verfügbarkeit von Anlagen, betont BOOM-Vorstandsmitglied Bora Man (Credit: BOOM Software)
Die Softwareprodukte von BOOM erhöhen die Verfügbarkeit von Anlagen, betont BOOM-Vorstandsmitglied Bora Man (Credit: BOOM Software)
Freut sich über einen "echten Meilenstein in der Firmenhistorie": BOOM-Vorstandsmitglied Andreas Schaller (Credit: BOOM Software/KK)
Freut sich über einen „echten Meilenstein in der Firmenhistorie“: BOOM-Vorstandsmitglied Andreas Schaller (Credit: BOOM Software/KK)

Die Leibnitzer BOOM Software wird vorerst bis 2022 schrittweise Stahlwerke rund um den Globus für einen der führenden Anlagenbauer weltweit digitalisieren. „Für uns ist diese exklusive Kooperation im Bereich der Instandhaltung einer der wichtigsten Meilensteine in der Firmengeschichte“, betont BOOM-Vorstandsmitglied Andreas Schaller. Konkret implementieren die Steirer in einem brasilianischen Werk eine Instandhaltungssoftware für die dort eingesetzten Doppelstrangguss-Anlagen – mit diesen werden Brammen, also Stahlblöcke, mit einer Länge von bis zu 25 Meter gegossen bzw. produziert. Schaller verdeutlicht: „Wann welche Komponenten dieser Anlagen überprüft und modernisiert werden, wird aktuell in SAP oder gar auf Papier festgehalten – dadurch entsteht teils ein echter Papierkrieg.“ Das führt in der Folge dazu, dass Maschinenteile erst dann ersetzt bzw. ausgetauscht werden, wenn sie nicht mehr funktionsfähig sind – kurz: die Verfügbarkeit leidet. „Schon ein kurzzeitiger Ausfall einer Anlage führt zu hohen finanziellen Verlusten“, bestätigt Schaller.

Präventiv statt situativ

Die nun durch BOOM im Werk nahe der Millionenstadt Rio de Janeiro vorangetriebene Digitalisierung hebt die Qualität der Instandhaltung massiv: Anstatt – wie früher – situativ auf Ausfälle reagieren zu müssen, kann aufgrund der Erfassung vorausschauend gehandelt werden. „Unsere Software ermittelt weit im Voraus nötige Instandhaltungstermine, um einen Ausfall von einzelnen Maschinenkomponenten ausschließen zu können und so eine hohe Verfügbarkeit der Anlage zu gewährleisten“, erklärt der BOOM-Vorstand. Nicht der einzige Vorteil: Auch die Kapazitäten der für die Reparaturen der Komponenten zuständigen Werkstätten lässt sich dadurch besser planen. „Wir sprechen da nicht von Maschinen-Reparaturen, die wenige Stunden in Anspruch nehmen – die Reparatur-Durchlaufzeiten dieser Anlagen belaufen sich meist auf bis zu 2.500 Stunden“, unterstreicht Schaller. Das Werk in Brasilien ist erst der Startschuss für die Kooperation: Die Software soll in der Anfangsphase auch in China, Mexiko und dem Vietnam in bestehende Stahlwerke integriert werden.

 

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