Das obersteirische Traditionsunternehmen Breitenfeld Edelstahl setzt mit neuen Aufträgen zum Überholvorgang in der Automotive-Branche an: Durch den erfolgreichen Markteintritt in die internationale Felgenindustrie steht der Mürzzuschlager Betrieb vor neuem Wachstum. Die schon jetzt 320 Arbeitsplätze (davon 20 Lehrlinge) werden damit weiter abgesichert – darüber hinaus sollen mittelfristig bis zu 30 neue Jobs in der Obersteiermark entstehen.

Vorstand der Breitenfeld Edelstahl: Jürgen Frank, Gilbert Krenn und Andreas Graf (Credit: Breitenfeld AG)
Vorstand der Breitenfeld Edelstahl: Jürgen Frank, Gilbert Krenn und Andreas Graf (Credit: Breitenfeld AG)

Gewaltige Flammenherde und Temperaturen von über 3.500 Grad Celsius: Im 65 Tonnen-Elektrolichtbogenofen der Breitenfeld Edelstahl AG, dem Herzstück des Mürztaler Stahlwerks, entsteht die Basis für die Mobilität von morgen. Denn im kolossalen Industrieofen wird die Basis für Qualitäts-Edelstahl hergestellt, der unter anderem in der klassischen Verbrennungskraftfahrzeugen genauso wie in der verheißungsvollen E-Mobilität zum Einsatz kommt: „Wir können individuelle Anforderungen unserer Auftraggeber sehr flexibel und rasch umsetzen. Kern für diesen Erfolg sind unsere erfahrenen und kompetenten Mitarbeiter, die individuelle Abweichungen und Kundenspezifikationen für unsere Auftraggeber jederzeit berücksichtigen. Das macht uns weltweit zu einem gefragten Stahlerzeuger“, betont Gilbert Krenn, Vorstandsvorsitzender des Mürztaler Traditionsbetriebs. Rund 130.000 Tonnen erzeugen die Edelstahl-Steirer pro Jahr – mit neuen Aufträgen setzt der Traditionsbetrieb nun auch in der Felgenindustrie zum Überholvorgang an: Aktuell wird an einen internationalen Auftraggeber ausgeliefert – die Mürztaler erschließen damit einen gewaltigen Markt mit großen Wachstumschancen: „Unsere hochfesten und verschleißoptimierten Edelstähle sind die Basis für Presswerkzeuge, mit denen Felgenformen produziert werden können“, betont Krenn. Wer genau beliefert wird, unterliegt strengsten Geheimhaltungen. Soviel sei aber verraten: Kein namhafter Automobilhersteller weltweit verzichtet auf das Know-how der Breitenfeld – das Referenz-Portfolio der Edelstahl-Steirer liest sich wie das „Who-is-who“ der internationalen Automobilindustrie: Kapazunder wie Volkswagen, BMW und Mercedes zählen genauso dazu wie unterschiedlichste Rennsport-Serien – darunter auch die „Königsklasse“ Formel 1. Die Exportquote des Qualitätsstahlerzeugers beläuft sich auf jenseits der 95 Prozent – insbesondere in die benachbarten Länder Deutschland und Italien wird geliefert.

Neue Arbeitsplätze in der Obersteiermark

Das angestrebte Wachstum sichert den Standort im obersteirischen St. Barbarba-Mitterdorf weiter ab – und soll sogar neue Arbeitsplätze mit sich bringen: Die Mitarbeiterzahl von aktuell rund 320 Beschäftigten – darunter 20 Lehrlinge – soll mittelfristig um rund zehn Prozent anwachsen. „Unsere flexible Produktpalette hilft uns dabei, auf unterschiedlichsten Märkten erfolgreich zu sein. Wir beliefern neben der Automotive-Industrie etwa auch den Energie-Sektor, die Windkraft- und Lebensmittelindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt. Vereinzelte Konjunktur-Dellen können wir mit dieser Strategie sehr gut abfedern“, betont Breitenfeld-Vertriebsvorstand Jürgen Frank.

Neue Aufträge sichern die 320 Arbeitsplätze im Mürztal ab – sogar 30 neue sollen hinzukommen. (Credit: Breitenfeld AG)
Neue Aufträge sichern die 320 Arbeitsplätze im Mürztal ab – sogar 30 neue sollen hinzukommen. (Credit: Breitenfeld AG)
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