Kunststoffrecycling der Zukunft von „plasticpreneur“, ressourcenschonende Mobiltoiletten von „öKlo“ und eine nachhaltige Investitionsplattform von „CLEANVEST by ESG+“: Mit ihren grünen Business-Ideen zur Ressourcenschonung und Reduktion des CO2-Ausstoßes konnten die drei österreichischen Start-Ups die Fachjury und Öffentlichkeit überzeugen.

Kürzlich ging die sechsmonatige gemeinsame Reise der zehn Finalisten von greenstart, der Start-Up-Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), zu Ende. Bei der festlichen Preisverleihung wurden die drei Gewinner-Teams von plasticpreneur, CLEANVEST by ESG+ und öKlo prämiert, welche sich über ein Preisgeld von je 15.000 Euro freuen konnten. Der Wettbewerb für klimaschonende Business-Ideen wurde bereits zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt.

Kommunikations- und Vernetzungsdrehscheibe

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, unterstreicht den Mehrwert von greenstart: „Der Wettbewerb greenstart entwickelt sich mehr und mehr zu einer der wichtigsten Kommunikations- und Vernetzungsdrehscheiben der Start-Up-Szene in Österreich. Mittlerweile haben wir 40 Jungunternehmen begleitet, von denen sich der Großteil bis heute sehr erfolgreich am Markt etablieren konnte. Und wir freuen uns auf viele weitere grüne Business-Ideen – im Herbst planen wir bereits eine neue Ausschreibung.“

Im Rahmen des Programms erhielten die TOP-10 Start-Ups ein halbes Jahr lang Coachings, Workshops, Zugang zu Netzwerken und Öffentlichkeitsarbeit sowie finanzielle Unterstützung, um ihre nachhaltigen Geschäftsideen marktfähig weiterzuentwickeln. Anschließend stellten sich die zehn Start-Ups erneut der Fachjury – und der Öffentlichkeit, die mittels Online-Voting ihre drei Favoriten-Teams auswählte.

„Die Besten der Besten“: Prämierung der greenstart TOP-Start-Ups (v.l.): Christoph Wolfsegger (Klima- und Energiefonds), Thomas Ebenstein und Armand Colard (CLEANVEST), Sören Lex (Plasticpreneur), Niko Bogianzidis und Philipp Wildberger (öKlo), Jürgen Schneider (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) (Credit: Arpad Szamosi für den Klima- und Energiefonds)
„Die Besten der Besten“: Prämierung der greenstart TOP-Start-Ups (v.l.): Christoph Wolfsegger (Klima- und Energiefonds), Thomas Ebenstein und Armand Colard (CLEANVEST), Sören Lex (Plasticpreneur), Niko Bogianzidis und Philipp Wildberger (öKlo), Jürgen Schneider (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) (Credit: Arpad Szamosi für den Klima- und Energiefonds)

Favoriten-Teams

Bei „CLEANVEST by ESG+“ handelt es sich um eine digitale Plattform, welche es Privatinvestoren ermöglicht, klimaschonende und sozial nachhaltige Fonds zu finden und in sie zu investieren. Die mobilen Trockentoiletten von „öKlo“ bieten eine ressourcenschonende Alternative zu temporären Sanitäranlagen – mit Innenbeleuchtung via Photovoltaik erzeugtem Strom und Sägespänen als Bindemittel. Das Team hinter „plasticpreneur“ hat sich dem Thema Kunststoffrecycling verschrieben und entwickelt einfach herzustellende und kostengünstige Maschinen zur Verarbeitung von Kunststoffabfällen.

plasticpreneur

Das Team von „plasticpreneur“ hat sich dem Thema Kunststoffabfälle angenommen und bietet simple Tools, um Kunststoffrecycling möglichst einfach und kostengünstig für die breite Masse zugänglich zu machen. Neben den dafür benötigten Maschinen werden auch Produktentwicklung, Konzept- und Projektberatung sowie Entrepreneurial Tools angeboten. Dadurch werden aus weggeworfenen Plastikteilen neue Produkte erzeugt, Arbeitsplätze geschaffen und neue Projekte entstehen – und dabei wird die Umwelt auch noch von Abfall befreit. Zusätzlich dient plasticpreneur als Plattform für Gleichgesinnte, die sich austauschen und etwas in der Welt verändern wollen.

„CLEANVEST“ by ESG+

„CLEANVEST“ by ESG+ hilft PrivatinvestorInnen, klimaschonende und sozial nachhaltige Fonds zu identifizieren und in diese zu investieren. Die digitale Plattform ist kostenlos und bietet einfach verständliche Nachhaltigkeitsinformationen für mehr als 2.600 Fonds an. Die UserInnen können bestehende Investitionen nach Kriterien anerkannter NGOs prüfen lassen oder neue Investitionsmöglichkeiten suchen, die zu den eigenen Werten passen. Die Auswahlkriterien reichen von „klimaschonend“ über „nuklear-“ und „waffenfrei“ bis hin zum Ausschluss von Kinderarbeit und der Gefährdung bedrohter Arten.

öKlo

Egal ob auf Musikfestivals, am Weihnachtsmarkt oder am Spielplatz – mobile Toiletten sind als temporäre Sanitäreinrichtungen vielerorts präsent. Das Team von „öKlo“ will diese stillen Örtchen zum ressourcenschonenden Wohlfühlort machen und erarbeitete ein neues Konzept für mobile Trockentoiletten. Bei der Innenbeleuchtung setzt man dabei auf Photovoltaik. Als Bindemittel werden Sägespäne verwendet, die Gerüche binden und später zur Umwandlung der Feststoffe beitragen. Mittlerweile sind die schicken öKlos in ganz Österreich zum „Hingucker“ geworden.

(Credit Beistragsbild: oeklo.at)

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